Das Symptom
Ein Auszug aus «Sein statt Haben». Und eine Ankündigung.
Eine körperlich gewordene «böse Idee» – als solche bezeichnete der Schweizer Arzt Paracelsus (1493 – 1541) beinahe jede Krankheit. Als Naturphilosoph und Mystiker sah er den Menschen als Mikrokosmos, eingebettet in den Makrokosmos der Natur. Krankheit war für ihn eine Störung der Harmonie zwischen diesen beiden Ebenen – also eine «Unordnung» der natürlichen Kräfte, die den Menschen durchdringen. Entsprechend bestand seine Lehre darin, Krankheiten nicht nur in ihren körperlichen, sondern auch in ihren seelisch-geistigen Wurzeln zu erkennen – zu verstehen, dass sich über die Seele als Mittlerin zwischen Körper und Geist aus scheinbar «unsichtbaren Ursachen» (zum Beispiel moralische, seelische, kosmische Einflüsse) Krankheiten somatisieren können. Die entsprechend auch nur dann in die Heilung gebracht werden könnten, wenn der Mensch sich wieder in Einklang mit den natürlichen Kräften und göttlichen Prinzipien befände. In dem Sinne hatte der Arzt für Paracelsus auch nicht nur die Aufgabe, Symptome zu bekämpfen, sondern die inneren Ursachen zu erkennen und den Kranken auf allen Ebenen wieder ins Gleichgewicht zu führen.
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Folglich galt Paracelsus schon damals als unseriös bis ketzerisch. Nicht, weil er die Menschen nicht heilte. Paracelsus erzielte Erfolge, wo die etablierte Medizin versagte. Doch genau das war das Problem: Nicht nur verwarf sein ganzheitlicher Blick auf Gesundheit die jahrhundertealten Autoritäten (Galen, Avicenna) und damit die Grundlage der Universitätsmedizin – seine Methodik war obendrein auch weder skalier-, noch objektivier- oder kommerzialisierbar. Paracelsus hatte den Menschen im Blick, kein System. Und das machte ihn zur Gefahr – bis heute: Indem er den Menschen auf sich selbst zurück verwies, auf seine innere statt äußere Verfassung, drohte er genau dieses System und seine über jahrhunderte lang aufgebauten Angewiesenheiten in sich selbst zusammenfallen zu lassen. Denn wo der Mensch seine Selbstheilungskräfte entdeckt; er versteht, dass der nachhaltigste und obendrein noch nebenwirkungsfreiste Weg zu seiner Gesundheit aus der Kooperation zwischen ihm selbst und seiner Seele geschieht, werden Arzt und Therapeut nicht mehr gebraucht und die Pharmaindustrie verliert ihre Daseinsberechtigung.
Der Mensch soll sein eigenes Kranksein nicht verstehen. Er soll es loswerden. Und zwar indem ihm ein Experte den Namen seines Leidens nennt und ihm den für diesen vorgesehenen Therapieweg offenbart. Was als solches auch bereits Methode hat, als dass der Kranke sich auf diesem gleich zweifach in eine Opferrolle begibt: Einmal, indem er davon ausgeht, dass nur jemand von außen ihn heilen kann, und andererseits, indem er dadurch indirekt einen Weg wählt, der ihn nicht heilen wird. Ob bewusst oder unbewusst, aber der Kranke hält auf diese Weise an seinem Symptom fest, als wäre sein Loslassen mit einem noch größeren Schmerz verbunden.
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Was auch stimmen mag: Denn galt für Paracelsus, aber auch für Erich Fromm noch der als «glücklich, der noch ein Symptom hat», war Fromm zudem der Ansicht, Symptome würden uns dabei helfen, «aufzuwachen» und zu erkennen, dass wir tief unglücklich sind, dass wir nicht mit unserem Leben zufrieden sind, dass unser Leben keinen Sinn macht und «dass daraus erst die verschiedenen Symptome kommen, nämlich die Versuche, dieses Unglücklichsein zu kompensieren». Fromms Schlussfolgerung war an dieser Stelle recht einfach: «die Normalsten sind die Kränkesten und die Kranken sind die Gesündesten… Der Mensch, der krank ist, der zeigt, dass bei ihm gewisse menschliche Dinge noch nicht so unterdrückt sind, dass sie in Konflikt kommen mit den Mustern der Kultur und dass sie dadurch, durch diese Friktion, Symptome erzeugen.» Das Symptom, spricht er weiter, «ist ja wie der Schmerz nur ein Anzeigen, dass etwas nicht stimmt. Glücklich ist der, der ein Symptom hat, wie glücklich der, der einen Schmerz hat, wenn ihm etwas fehlt». Doch wenngleich jeder wüsste, wie gefährlich es für uns wäre, keine Schmerzen zu empfinden, bestünde die eigentliche Gefahr laut Fromm darin, dass sehr viele Menschen, er nennt sie «die Normalen», sich so angepasst hätten, dass sie alles, was ihr Eigenes ist, verlassen haben. Diese seien so entfremdet, so Instrumente, so robothaft geworden, dass sie schon gar keinen Konflikt mehr empfänden. Ihr wirkliches Gefühl, ihre Liebe und ihren Hass hätten sie bereits so weit verdrängt, dass ihre Verkümmerung das Bild einer chronisch leichten Schizophrenie bildete.
Ihre Ursache glich für Fromm einem offenen Geheimnis: Das, wofür wir leben, unsere Auffassung von Glück und dem guten Leben, sind nicht mehr wir selbst, nicht der Mensch. Stattdessen sei unsere Gesellschaft aufgebaut auf dem Prinzip, dass das einzige Ziel des Lebens darin bestünde, die immer größere Produktion, ferner auch bekannt als als Konsumption getarnte Kompensation, aufrechtzuerhalten.
Wie sich dieser Kreislauf durchbrechen lässt? Indem wir verstehen, dass uns unsere Symptome nicht «schaden» wollen, sondern dabei helfen, uns von dem zu befreien, was uns tatsächlich krank macht.
Liebe Leserinnen und Leser, gerne möchte ich diesen Auszug aus meinem Buch «Sein statt Haben», der ebenfalls in der 22. Ausgabe des Schweizer Magazins DIE FREIEN erschienen ist, zum Anlass nehmen, gemeinsam mit Ihnen eine kleine Lesereise zu planen. Wohnen Sie in Deutschland, der Schweiz oder vielleicht auch in Österreich und haben einen kleinen Saal oder ein größeres Wohnzimmer zur Verfügung, in dem 20 bis 50 Personen bequem Platz finden? Dann schreiben Sie mir gerne an lillygebert@posteo.de – und vielleicht können wir uns schon ganz bald auf einen gemeinsamen Abend (oder Nachmittag) freuen.
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Liebe Lilly,
da hatte Paracelsus natürlich recht... Anders gesagt :Geist über Materie! Exakter :Der krank gewordene Körper.. also Materie, durch fehlerhafte "Eingabe" von niederer Frequency auch oder gerade von Außen (System, Welt, Archonten) erzeugen von Emotionen, Angst, Mangel.. Hass.. Diese entstandene Energie ernährt die dunklen Kreaturen und gleichzeitig die Weltlichen Systeme... PHARMA und so weiter!!
Auch wird der Körper und das Gehirn süchtig nach den destruktiven Chemischen Botenstoffen. Dr. JOE DISPENSA sagt richtig, dass man so zu dieser Schwingung selbst wird... Also selbst Gene und Zellen bilden sich um! Wenn wir das nun durch Bewusstsein (DES VATERS UND MUTTER) Ekannt haben, etwas ändern, zuerst im Denken Also aus dem Geist, so bemerkt dies das Ego, oder der programmierte Körper und kämpft dagegen an... Und vor allem die Archonten, die natürlich die zu erwartende "hohe Frequency" "nicht zulassen dürfen... da sie sonst ihren" Wirt " verlieren...
Alles Liebe.
Du BIST längst auf dem richtigen Weg.... Sophia behütet Dich bereits..
Zu krankhaften Veränderungen des Geist und Körpers kommt es, wenn ich die Verbindung zum Allbewusstsein verliere. Denn im Allbewusstsein sind die perfekten Blaupausen für meine ganzheitliche Gesundheit immer für mich verfügbar. Sobald sich diese Verbindung lockert oder ganz verloren geht, bin ich auf mich allein gestellt und negative Einflüsse können mich von meiner Bahn ablenken.
Um Gesund zu bleiben oder zu werden, muss ich das auch Wollen. Manchen dient Krankheit als Mittel, ob bewusst oder unbewusst., um gewisse Ziele zu erreichen, auf die ich hier nicht eingehe.
Theorie ist recht und gut, aber was kann ich hier konkret tun, um gesund zu werden und zu bleiben. Als erstes strebe ich wieder die Verbindung mit dem Allbewusstsein an. Das tue ich indem ich die Schwingung des Körpers anhebe. Zwar werde ich das mir zuerst mal vorstellen. Es darf aber nicht bei der Vorstellung und eines schönes Gefühles bleiben, sondern ich muss spüren wie der Körper höher zu vibrieren beginnt. Durch meine Bemühungen gehe ich dem Allbewusstsein entgegen und das Allbewusstsein wir mir entgegenkommen.
Dann erfolgt das bewusste Vereinen mit dem Allbewusstsein. Alles loszulassen ist jetzt sehr wichtig. Ich übergebe meinen ganzen geistigen und körperlichen Zustand dem Allbewusstsein, ohne zu bewerten, das nun seinerseits alles mit der perfekten Blaupause überlagert.
Im Physischen braucht alles seine Zeit und es gibt keinen »Instant Coffee«. Ich mache diese Übung regelmässig, auch wenn ich mal mit der Bahn unterwegs bin.
Was passiert da? Man kann es sich so vorstellen. Mein Wessen wird von der Blaupause überlagert bzw. durchdrungen. Dort wo mein physisches Herz ist, ist auch das perfekte Herz der Blaupause. Es muss also nichts irgendwo hin fliessen, sondern ist schon genau am richtigen Ort und das physische Herz muss sich nur noch der Blaupause »anpassen«.