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Avatar von Waldgänger Tom

In Anbetracht sich global verbreitender geistig-ideologischer Krankheit ist heute wohl nicht nur das Problem der Heimatlosigkeit und einer gewissen inneren Einsamkeit vorhanden, sondern auch, dass man überall Menschen begegnet ;-) Am Fusse der Bündner Berge zieht es mit mittelfristig weiter in die Berge, langfristig in die Weiten Russlands (oder vorher Kanadas) - wenn die familiären Verpflichtungen soweit erfüllt sind. Ich meine, die Beschäftigung mit dem Selbst als auch der geistigen Welt ermöglicht es mir hoffentlich, "in mir selbst Heimat gefunden zu haben". Es fühlt sich zurzeit, auch der Plandemie sei ein wenig Dank, zumindest so an.

Danke Lilly fürs Anregen von Gedanken.

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Avatar von Sebastian Grguric

Moin liebe Lilly.

Es ist schön, von dir zu lesen.

Verlässt man die Heimat jemals ganz? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Kann man sie erst dann ganz verlassen, wenn die Heimat bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt ist? Es scheint mir daher gute Gründe zu geben, sie nicht zu verlassen und genauso viele gute Gründe gibt es, es doch zu tun.

Zuhause stellten wir uns die Frage vor wenigen Jahren auch und wir haben keine 2 Minuten gebraucht, um unsere Entscheidung zu fällen. Diese Entscheidung ist rational wohl nicht zu erklären, denn es war eher eine Gefühlsentscheidung. Daraufhin habe ich bei uns die Vorratshaltung eingeführt, habe mir Werkzeug besorgt, was stromlos funktioniert. Ich habe mir das Einkochen beigebracht, habe im Garten Obststräucher und einen Apfelbaum gepflanzt und beobachte in unserer Gegend, wo weitere Obstbäume stehen, aus deren Früchte ich Marmelade einmache. Ich mache also Marmelade ein, um die Heimat nicht zu verlassen :-)

Aber was ist das Motiv dieses Tuns? Ganz ehrlich: Ich habe als Vater Angst vor der Ohnmacht, die mir das Beschützen meiner Mädels erschwert oder, je nach Situation, unmöglich macht. Ich möchte mir weitestgehend eine gewisse Prise Handlungsfähigkeit bewahren.

Dieses Handeln brachte mir auch in die Fähigkeit, unserer Tochter etwas beizubringen. Ich zeigte ihr, wie man den Ofen anfeuert. Ich zeigte ihr, wie und wann man Obst pflückt und wie man Marmelade herstellt. Jetzt führe ich sie an das Handwerk heran.

Liebe Grüße,

Basti

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