Diskussion über diese Post

Avatar von User
Avatar von Pius Christ

Liebe Lilly, vielen Dank für das Zeichnen deiner Erlebnislandschaft zu uns Männer. Sobald ich meine unerfüllten Bedürfnisse und Vorstellungen mit meinen eigenen Ressourcen aufgefüllt habe. Wächst da ein Wunsch, diese neue Qualität diese neue Fülle mit einem anderen Menschen, der auch seine Ressourcen kenn zu verbinden. Und auch dann ist es immer wieder eine Bewegung wie ein Pendel, von Nähe und Distanz - jedoch mit dem Unterschied, dass ich eine Gewissheit habe, dass dieser Mensch auch in stürmischen Zeiten um diese Verbindung weiss. Ja und vielleicht kommen wir sogar so weit, dass wir erkennen, dass wir einander ein Geschenk wo wir erfahren können, wie sich Vertrauen wirklich anfühlt wenn wir als Mensch erkannt und geliebt werden.

Avatar von Sven Garber

Herzlichen Dank, Lilly, für diese Worte, die mir sehr nahe gehen. Zeigen sie doch einmal mehr, das unsere schöne, neue, technisierte, immer schneller drehende Welt mit all ihren Verlockungen, Ängsten, Geschichtslügen, Vergiftungen aller Art und den andauernden gerichteten Eingriffen in die Beziehungsentwicklung oder -abwicklung uns zu Fragmenten einer Gesellschaft hat werden lassen, die den Sinn der Existenz des jeweils anderen Geschlechts nicht mehr erkenn können. Niemals in der Vergangenheit gab es so viele Singlewohnungen, wie jetzt, die Geburtenrate ist mit derzeit 1,35 so niedrig, das das deutsche Volk sich gerade selbst abschafft. Familienförderung mit Sinn sehe ich kaum, Kinder werden oft in Familien zu Erwachsenen, in denen sämtliche Werte verdreht sind, das Tablet wichtiger ist als eine gemeinschaftliche Unternehmung. So gut wie alle von uns, ich schließe mich da nicht aus, unterliegen einer katastrophalen Vereinzelung, die es wahrscheinlich so noch nicht gegeben hat. Vor dem sogenannten technischen Zeitalter (erste industrielle Revolution) gab es ein waagerecht ausgerichtetes Zwischenmenschliches Verbindungsgeflecht, in dem so gut wie jeder seinen Platz hatte. Unsere erlernte Sicht spricht heute von Armut, aber gab es damals nicht doch etwas mehr von dem, was heute rar ist: Nähe, Halt und eine ganz andere Anziehung zwischen Weib und Mann? War nicht Gemeinschaft eines der stärksten Güter zu der Zeit? Und ist nicht das Verhältnis beider Geschlechter zueinander eine der Grundvoraussetzungen für ebendiese?

Diese Kraft ist uns genommen worden. Heute sitzen die meisten von uns hübsch vereinzelt in ihren Häusern oder Wohnungen, die Generationen voneinander getrennt, die Kinder abgegeben in Krippe, Kindergarten, Schule mit Verblödungsgefahr, die Senioren meist ausgeladen in betreutes Wohnen der Altersklasse. Wir sind zudem auch in fast allen Lebensbereichen ausschließlich senkrecht angebunden: an unser allzu tollem Google-Konto, an den gütigen Arbeitgeber, der auch die Frauenquote erfüllen muss, an all den großen Supermärkten, unfreundlichen Banken, unehrlichen Medien. In dieser schrägen Welt kommt so einiges unter die Räder und es ist so schade, dass wir uns hierher haben treiben lassen.

Gerade jetzt in dieser Zeit, in der immer mehr Menschen zum Nachdenken angeregt werden und sich auf dem Weg machen, genau denjenigen wiederzufinden, der sie ja bei ihrer Geburt schon waren, sollten wir aufmerksam sein, um genau diese kleinen Blumen der neuen Gesellschaft, die jetzt zu reifen beginnt nicht aus versehen zu zertreten. Menschen können sich ändern, Frauen und Männer, nicht immer, nicht alle, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es funktioniert.

50 weitere Kommentare …

Keine Posts

Sind Sie bereit für mehr?