12 Kommentare
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Avatar von Kittel & Kapital

Wir lösen uns nicht,

wir lernen, uns zu halten.

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Avatar von German Benk

Bravo Lilly! Ich spüre Dich und die Wucht (und Wut) der Befreiung in jedem Buchstaben! Toll!

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Avatar von Ingrid
Nov 5Bearbeitet

Liebe Lilly, vielen Dank für diesen kraftvollen Text mit dem du ganz präsent deinen Platz einnimmst!

Auf die Gefahr hin mich an der einen oder anderen Stellen zu wiederholen (bezogen auf frühere Kommentare), kann ich trotzdem einfach nur aus meiner Erfahrung erzählen:

Als immer schon mehr wahrnehmender Mensch, der aber lange Zeit nicht einordnen und benennen konnte, was ich da anders "hören" konnte (ich bin sehr auditiv), geriet ich ca. Mitte meiner 20er in die Fänge einer zutiefst narzisstischen Person (was ich damals nicht erkannte), die mich nebst einem körperlich-therapeutischen Optimierungsangebot auch noch mit angeblich medialen Fähigkeiten faszinierte und einfing. Ich erhoffte mir Erklärungen und Einordnungen für meine Wahrnehmungen, nur um dann zu erfahren, wie angeblich falsch und unwesentlich diese seien und was ich anstatt dessen glauben sollte bzw. wie ich mich zu fühlen und zu handeln habe, um schnell heil zu werden. Die Angst vor Ablehnung und Aufmerksamkeitsentzug liess mich lange über meine Wahrnehmung schweigen bzw. ich glaubte mit der Zeit fast selber, dass ich falsch sei. Ich schwieg, aber ich hörte und beobachtete und es kam zum Bruch, weil die Diskrepanz zwischen dem, was die Person predigte und dem, was ich in ihrem Handeln beobachtete, nicht mehr aushielt.

Die Folge für mich: ein Zusammenbruch, eine komplette Desorientierung meiner Wahrnehmungsfähigkeit, eine emotionale Überforderung, die mich letztlich jahrelang in tiefe Depressionen stürzte und mich - ungefähr in deinem jetzigen Alter - zu einer folgenschweren Entscheidung brachte und mir ca. 15 Jahre durch mein Überleben half (ich habe nie psychotherapeutische oder medikamentöse Hilfe wegen der Depressionen in Anspruch genommen): "für mich gilt nur noch das, was ICH DENKE."

Ich versuchte fortan, sämtliche gefühlten, intuitiven Wahrnehmungen zu blockieren und zu unterdrücken. Deshalb kann ich dich und deine Gedankengänge so gut verstehen.

Erst nachdem ich mit ca. 40 Jahren eine ganz spezifische Stoffwechselkur (was eigentlich ein Selbstheilungsprozess ist) mittels Diäten und Supplemente etc. machte, die meine ganzen Depressionen komplett und ohne irgendwelche weiteren Therapien einfach heilte - alles ist Biochemie... - erlaubte ich mir langsam wieder, dieses Fühlen zuzulassen, die Entscheidung wiederum ganz bewusst zu fällen: "für mich gilt nur noch das, was ICH FÜHLE."

Ich musste wieder lernen, meiner Wahrnehmung zu trauen, mich wieder selbst zu fühlen und zu finden. Das ist mein Weg bis heute, über 10 Jahre später.

Wenn Menschen dir raten, weniger zu denken und mehr zu fühlen, so ist das meiner Wahrnehmung nach genau aus solchen eigenen Erfahrungen entsprungen. Gerne versuchen wir, Menschen darauf aufmerksam zu machen, damit diese keine Zeit mit Um- und Irrwegen verlieren. So wie ich zu meinem Bedauern und auch aus Emotionen wie Trauer und Verlust sage, dass ich mir selber zu oft im Wege stand. Und gleichzeitig wissen wir eigentlich genau, dass dies übergriffig ist, aber zu sehen und zu hören und dann trotzdem zu schweigen - und das meine ich explizit nicht auf dich bezogen, sondern ganz allgemein - wenn man selber mehr sieht und hört, ist sehr schmerzhaft...

Es geht nicht darum, das Fühlen ODER das Denken zu wählen, sondern das Denken in den Dienst des Fühlens zu stellen. Wir können nicht das Fühlen denken, aber wir können über das Fühlen nach-denken bzw. in der achtsamen Übung von "re-cordare" wie Roland R. Ropers es auf den Punkt bringt, den Weg zurück zur Quelle der Weisheit, die in jedem von uns vorhanden ist, finden.

Oft verwechseln Menschen Gefühle mit Emotionen. Das Durch-Fühlen von Emotionen, wobei man das Fühlen gleichzeitig als Beobachter auch wahrnimmt, erlöst Traumen, Blockaden, weil es die Emotionsfrequenzen von den Situationen entkoppelt und damit die reine neutrale Frequenz als Kraftschwingung befreit und uns zu unserem Selbst bringt. Daraus erwächst (Selbst-)Bewusstsein. All das hat absolut nichts mit Optimierung, Fehlerbewirtschaftung oder dergleichen zu tun. Wir müssen uns nicht verbessern, sondern uns an uns selbst er-innern.

Und noch einen profanen Hinweis zum Denken und warum es eben auch nicht ratsam ist, diesem die Führung über unser Leben und unsere Wahrnehmung der Realität ausserhalb von uns zu geben: es gibt nebst der ganzen Propaganda-Thematik ganz direkt perfide technische Möglichkeiten, die schon längst angewendet werden, unsere Gedanken zu steuern, z.B. durch Manipulation der Gehirnwellen von aussen.

Nur an unsere innere auf dem Fühlen begründete Wahrnehmung (gemeint sind ausdrücklich nicht Emotionen) kommt die Matrix (KI, Technik...) nicht ran.

Liebe Lilly, ich und all die anderen Leser deiner Texte freuen uns weiterhin darauf, wenn du deinen Weg mit deinen ganz eigenen Erfahrungen mit uns teilst. Und wisse: du wirst gesehen und gehört, wahr-genommen. Wir, die wir schon ein längeres Wegstück des Lebens gegangen sind, tun dies neutral und aus dem Herzen, aus dem Pool der Weisheit an die wir uns bereits erinnern und dies erzeugt (auch nonverbal) eine Resonanz bei dir, weil aus quantenphysikalischer Sicht all das in Bewegung kommt, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Unsere Recordari, unsere Erfahrungen begleiten dich und uns alle, die wir hier lesen und auch alle anderen....

"Steh auf und zeige, wer du wirklich bist!

Bewusstsein bedeutet, eine Wahl zu treffen.

Bewusstsein bedeutet vor allem, Entscheidungen zu treffen, die auf dem beruhen, was man tief in sich selbst fühlt.

Bewusstsein bedeutet, dass man die Entscheidung, die man in sich spürt, auch wirklich lebt."

Martijn van Staveren

Fühl dich herzlich gedrückt!

Ingrid

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Avatar von Ursula

Liebe Ingrid, zu Deinem vorletzten Absatz: ich habe auf meinem „längeren Wegstück“ die Erfahrung machen dürfen, dass Menschen, die von wir statt von ich sprechen, sich hinter diesem wir verstecken müssen, weil sie sich ihrer selbst nicht glaubwürdig sind. Oder sie sind einfach nur arrogant. Was für mich letztendlich keinen Unterschied macht. Herzliche Grüße Ursula

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Avatar von Ingrid
Nov 6Bearbeitet

o lala...liebe Ursula...was für eine Ansage.... ich kann durchaus auch nur in der Ich-Form schreiben, wenn dich das beruhigt bzw. du mir nicht zustimmst, dass auch DU dich über weitere Texte von Lilly über ihren eigenen Weg freuen würdest.

Aber vielen Dank, dass du meinen langen Text überhaupt gelesen hast....

Liebste Grüsse

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Avatar von Wolfgang Koch

"Was soll"

ist eine charmante Provokation, Zuhören magst Du eher. Salzbutter auf nem frischen Baguette in der Bretagne, Frankreichs Alleen beim Unterwegs sein ... Du spürst Dich doch, toll.

Wolfgang, 66, liest Dich gerne.

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Avatar von Ursula

Liebe Lilly, ich habe noch keinen Text gelesen, in dem nicht der eine oder andere Satz überflüssig wäre. Nur bei Dir nicht. Ich danke Dir von Herzen für Deine Feinsinnigkeit, Deinen Mut, Deiner Ausdruckskraft und ganz besonders dem Geschenk, dass Du mir damit machst. Und dafür, dass Du keine Ratschläge erteilst :). Liebe Grüße Ursula

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Avatar von Sebastian Grguric

Moin liebe Lilly,

deine Worte stehen absolut für sich und sind in ihrer Wirkung unfassbar stark. Ich musste mir deine Worte selber laut vorlesen, was ich sonst nie tue und ich spüre noch immer das Beben. Ich bin auf die Nachbeben meiner eigenen Selbstkritik gespannt. Hab aufrichtigen Dank dafür!

Alles Gute,

Basti

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Avatar von Waldgänger Tom

Oh wie fühle ich deine Wut, liebe Lilly :-D Es gab Zeiten, da machte mich dieser New-Age getränkte Duktus der von oben herab urteilenden Weltenerlöser(Innen ;-)) rasend. Spätestens die Plandemie hat mich aber gelehrt, dass unter 8 Milliarden Seelen so viele Trottel leben, dass ich mich über den Einzelnen nicht aufzuregen brauche ;-)

Die Psychologie des Erlösungsversprechens vom Schmerz ist ja immer die gleiche, egal wie die Worte und Konzepte darüber in all den Jahrtausenden gewebt wurden. Als katholisch gebranntes Kind sehe ich sie zum Glück aber gut, wo sie durchschimmert. Es ist immer die Suche nach der rituellen Abkürzung aus dem Leid eines Lebensweges, der aber nur mit dem Leid seine Funktion erfüllen kann. Im Grunde halt zu wenig Tapferkeit, Mut und vor allem Gottvertrauen.

Einfach stark: "Mir widerstrebt dieses Prinzip mittlerweile auf mehreren Ebenen: Zunächst einmal widerspricht es meinem Gottesbild, etwas «leisten» zu müssen, damit Gott mich liebt. Wir sind als solche vielleicht alle «unfertige» Individuen – als Geschöpfe Gottes jedoch bereits «vollkommen», indem wir eine Seele haben und uns gemeinsam mit ihr auf dem Weg befinden. Diesen Weg als «sündhaft», «unbewusst» oder «traumabasiert» zu deklarieren, nur um ihn für die eigenen Zwecke zu kommerzialisieren, halte ich für ein Verbrechen."

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Avatar von Fabienne

Danke. Von ganzem Herzen.

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Avatar von inge jarl clausen

The insane Marriage of dualism-machine orientation -reductionism = the destruction of the feeling and our self regulation

here expressed in a track from 2005.

dear mr president

https://www.reverbnation.com/ingejarlclausen/song/2920685-mr-president

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Avatar von inge jarl clausen

Was wirklich dahintersteckte, waren schwache und wahnsinnige Menschen – intellektuelle Hybris, die sich in moralischen Verfall verwandelte – getarnte Psychopathie – Die zentrale Lüge? Wir sind keine Menschen – wir sind fehlerhafte Geräte/Maschinen. Descartes hat damit angefangen, Bacon hat es als Waffe eingesetzt, und die heutigen technokratischen Herrscher haben es perfektioniert.

Eine absichtliche, jahrhundertealte Psy-Op, die darauf abzielt, deine Seele zu lobotomieren, deine Selbstregulierung zu zerstören und dich zu einem gefügigen Rädchen in einer Maschine zu machen, die die Zukunft von Kindern verschlingt und Antidepressiva ausscheidet.

Sie wurden nie gefragt, ob Sie diese „Realität” wollen. Es wurde Ihnen gesagt. Von der Wiege an. Und wenn Sie es wagen, zu viel zu fühlen, zu frei zu denken oder Ihrem eigenen Körper zu vertrauen, werden Sie als kaputt, gefährlich oder „anti-wissenschaftlich” abgestempelt. Das ist kein Fortschritt. Das ist Tyrannei im Laborkittel.

Eine gnadenlose psychopathische Elite, die sich als Retter ausgibt, während sie uns gegen unsere eigene Lebenskraft abschirmt. Wilhelm Reich hat es schon vor Jahrzehnten erkannt: Unterdrücke die Selbstregulierung, unterdrücke den Orgasmus, unterdrücke die Wut, unterdrücke die Lebendigkeit, und du schaffst eine hilflose Bevölkerung emotionaler Krüppel, die um mehr Kontrolle betteln. Wut, die in ihnen brennt.

Dein Leben ist ihnen egal. Ihnen geht es um deinen Gehorsam und ihren Profit. Und sie haben dich so süchtig nach ihrer dualistischen Maschinenerzählung gemacht, dass du deine eigene Versklavung mit Doktoranden-Niveau verteidigst.

Schau dir die Beweise an.

Der Beweis liegt in den Körpern. Selbstmordraten steigen sprunghaft an. Chronische Krankheiten bei Kindern. Massenerschießungen als ritualisierte Verzweiflung, oft ausgelöst durch Antidepressiva. Eine Generation, die so abgestumpft ist, dass sie sich selbst verletzt, um überhaupt etwas zu fühlen. Das passiert, wenn man der menschlichen Selbstregulierung den Krieg erklärt und es „öffentliche Gesundheit” nennt.

Die alte Verbindung zwischen Medizin und Massengewalt, Tyrannei und Krieg.

Die Zerstörung der Selbstregulierung als Wirtschaft – Politik – Religion und Biowissenschaften

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