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Avatar von Bernhard Erne

"...dass man im Namen dieser Forschung schwere Schäden an menschlichen Versuchskaninchen in Kauf nahm..." "Dennoch glaube ich eher an radikalen Erkenntnisdrang als an Missbrauch oder Folter als Selbstzweck. Die Kälte lag nicht unbedingt im Ziel, sondern in der Bereitschaft, Menschen für ein höheres Projekt zu opfern."

Einige der gewählten Formulierungen klingen für meine Empfindung nach Schönreden. Sucht man hier nach noch halbwegs "ehrenwerten" Motiven? Begriffe wie "Forschung", "Erkenntnisdrang" und "höheres Projekt", ... mir dreht sich der Magen um. Warum sprechen wir nicht von schwarzmagischen Praktiken, wenn Menschen "geopfert" werden wie vor 2000 Jahren in Mexico?!

Avatar von Lilly Gebert

Ja, verstehe den Punkt. Sehe ich im Grunde auch genauso, ist nur manchmal schwierig, in dem Format von maximal 2900 Zeichen einzubringen, ohne den Rahmen zu sprengen.

Avatar von Chris

Warum sprichst Du in der Vergangenheit, lieber Frank? Glaubst Du, all dies hat nun mit dem Tod von Epstein ein Ende gefunden?

Avatar von inge jarl clausen

Die dunklen Enthüllungen um Epstein reißen weltweit auf, was seit über 400 Jahren unter dem Dualismus geschwelt hat – jetzt bricht es heftig aus. Die binäre Falle schnappt zu. Eine schwere Störung der Empathie wird offenbart. War/ist endloser Krieg, Negation, räuberisches Handeln – in der Wissenschaft, den Lebenswissenschaften, der Politik, der Wirtschaft. Die Zerstörung unserer Selbstregulierung ist die Realitätsorientierung, die wir als „normal“ akzeptieren mussten.

Es war ein System. Ein lebendiges Beispiel für Dark Reality Orientation (DRO) – skaliert auf das Niveau der globalen Elite. Raubtiere kommerzialisieren Körper, negieren Gefühle, löschen die Realität der Opfer und beanspruchen gleichzeitig überlegenes Wissen und Macht für sich.

Gefühle? Pathologisch. Empathie? Schwäche. Selbstregulierung? Bedrohung der Kontrolle. Das Erbe des Dualismus: Geist über Körper, Abstraktes über Gelebtes, Subjekt über Objekt. Seit Jahrhunderten rechtfertigt diese Spaltung die Herrschaft. Descartes hat sie formalisiert, aber die Wurzeln reichen tiefer in Traditionen hinein, die Empfindungen und Emotionen als minderwertiges „Rauschen” behandeln. In der DRO werden Gefühle zum Feind, weil sie Grenzen wiederherstellen. Gefühle erkennen Verletzungen. Gefühle verlangen eine Reaktion. Also muss das Gefühl angegriffen werden – chemisch, kulturell, institutionell.

https://vegetativetraining.wordpress.com/das-ist-mustererkennung-die-400-jahrige-herrschaft-des-dualismus-endet-gewaltsam/

Avatar von inge jarl clausen

Eine Form geistigen Kannibalismus.

Die zerstörerische Kraft einer fragmentierten Realitätsorientierung – Dualismus

Ein polemisch-kritischer Essay

Der Dualismus ist keine harmlose philosophische Erbschaft. Er ist ein kultureller Virus, der seine Wirte glauben lässt, sie seien getrennte Teile einer zerlegbaren Maschine. Seit Jahrhunderten infiziert dieses Denkschema die westliche Zivilisation – und die Symptome sind unübersehbar: emotionale Verarmung, politischer Verfall, ökologische Zerstörung und eine Gesellschaft, die sich selbst wie ein defektes Gerät behandelt. Der Dualismus präsentiert sich als nüchterne Rationalität, doch in Wahrheit ist er ein Machtinstrument, das Ohnmacht produziert und psychopathische Dynamiken normalisiert.

1. Die mechanistische Lüge: Kontrolle statt Intelligenz

Dualistisches Denken beruht auf einer fundamental falschen Prämisse: dass der Körper ein mechanisches Objekt sei, unfähig zur Selbstorganisation. Diese Behauptung ist nicht wissenschaftlich, sondern ideologisch. Sie dient dazu, das Organische dem Mechanischen zu unterwerfen. Das Ergebnis? Eine Kultur, in der die Menschen ihren eigenen Körpern misstrauen und lieber Pillen schlucken, als den Mut aufzubringen, ihre unterdrückten Gefühle zu spüren.

Spontanes Zittern, Weinen, Erzittern nach Schock – alles natürliche Heilreaktionen – gelten als „peinlich“ oder „pathologisch“. Stattdessen werden Menschen in ein Korsett aus Medikamenten, Verhaltenstherapien und Leistungsnormen gezwängt. Der gesunde Organismus wird zugunsten eines künstlich stabilisierten Apparats geopfert. Das ist keine Medizin – das ist soziale Sedierung.

2. Ohnmacht als politisches Programm

Diese kulturelle Selbstbetäubung ist kein Kollateralschaden; sie ist systemisch gewollt. Eine Bevölkerung, die sich selbst nicht fühlt, ist perfekt steuerbar. Dualismus erzeugt emotionale Analphabeten, die ihre Intuition nicht mehr erkennen und deshalb Autorität mit Wahrheit verwechseln.

In dieser Atmosphäre gedeihen psychopathische Strukturen: Unternehmen, die Menschen als Rohstoff behandeln; politische Systeme, die Angst als klebrigen Treibstoff nutzen; Institutionen, die Kontrolle als moralische Pflicht verkaufen. Die Botschaft lautet: „Verlass dich nicht auf dich selbst – wir wissen besser, was gut für dich ist.“

Das ist nicht Fürsorge, sondern Enteignung der inneren Souveränität.

3. Die psychopathische Show: Wenn Fragmentierung zur Normalität wird

Die gesellschaftliche Realität ist längst zu einer Bühne geworden, auf der sich die Folgen des dualistischen Wahnsinns als groteske Maskerade abspielen. Medien verbreiten medikalisierte Angstpanik, damit sich niemand mit den Ursachen der inneren Not auseinandersetzt. Bildungssysteme trainieren Konformität statt Neugier. Wirtschaftliche Strukturen belohnen entmenschlichte Effizienz statt lebendiger Intelligenz.

Wir nennen es „Fortschritt“.

In Wahrheit ist es ein kollektiver Sturz in die Organismusvergessenheit.

Die Menschen, abgetrennt von ihren „kosmischen Reflexen“ – jenen tief verwurzelten Rhythmen des Lebens –, verwechseln Komplexität mit Chaos und reagieren mit Kontrolle, wo Resonanz nötig wäre. Das Resultat: Burn-out-Epidemien, Beziehungskrisen, politische Radikalisierung und eine Natur, die unter der Illusion menschlicher Überlegenheit kollabiert.

4. Die binäre Brille: Eine Welt im Krieg mit sich selbst

Der Dualismus zwingt uns, die Welt durch eine binäre Brille zu betrachten: mächtig/ohnmächtig, rational/irrational, gesund/krank, zivilisiert/roh. Diese Logik ist das intellektuelle Fundament von Kolonialismus, Patriarchat, militärischer Eskalation, Ressourcenplünderung und ideologischer Polarisierung.

Es ist kein Zufall, dass dieselben Gesellschaften, die am tiefsten im dualistischen Denken verankert sind, am stärksten von Selbstzerstörung bedroht sind. Wer die Welt als feindliches Objekt sieht, führt zwangsläufig Krieg – gegen andere, gegen die Natur, gegen den eigenen Körper.

Dualismus ist kein abstraktes Konzept.

Er ist eine Form geistigen Kannibalismus.

5. Schluss: Gegen die Fragmentierung – für eine rebellische Ganzheit

Die Überwindung des Dualismus ist kein spirituelles Hobby und keine philosophische Übung. Es ist ein Akt existenzieller Auflehnung gegen ein System, das uns in Stücke schneidet, um uns gefügig zu machen. Eine neue Realitätsorientierung muss den Organismus ernst nehmen – nicht als Maschine, sondern als radikal intelligentes, selbstregulierendes Feld.

Solange Menschen nicht verstehen, dass ihre Lebendigkeit wichtiger ist als ihre Anpassungsfähigkeit, bleibt die Gesellschaft im Bann des dualistischen Machtmythos. Doch sobald wir die fragmentierte Wahrnehmung durchschauen, wird sichtbar, dass Heilung nicht in der Kontrolle liegt, sondern in der Wiederverbindung – mit uns selbst, miteinander, mit dem lebendigen Geschehen der Welt.

Bavaria – Germany – November 24th – 2025

Inge Jarl Clausen

Avatar von Jürgen Weber

Wohin wir der Dienst am Mammon führen?