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Avatar von Claudia Radow

Mitten ins Schwarze getroffen! Es wird ein Zustand angestrebt, den es auf Erden kaum geben wird, die komplette Befreiung von allen Kümmernissen. Somit bleibt vieles ein kostspieliges Abonnement für die tägliche Hoffnung ohne nennenswertes Ergebnis. 'Und immer wieder grüßt das Murmeltier!'

(Ein wunderbarer alter Film.)

Avatar von Agnes Thomas

«Der Geist wird erst frei, wenn er aufhört, Halt zu sein.»

Aber umgekehrt auch : nichts sonst kann dir soviel Halt geben wie DER GEIST (das Göttliche), und wie der Geist (das Individuelle, das Bewusstsein).

All das, was im - sehr gut geschriebenen - Artikel gesagt wird, hat Rudolf Steiner vor über hundert Jahren in aller Genauigkeit und Differenziertheit dargestellt. Also es braucht nicht unbedingt einen Guru, wenn man das wirklich wissen wollte oder wissen will.

Ebenfalls geht es sehr plastisch aus seinen Beschreibungen hervor, was der Unterschied zwischen Alltags-Ich (Ego) und dem höheren Ich darstellt, indem er die Wesensglieder des Menschen genauestens beschreibt, der sowohl eine philosophische, als auch eine wahrnehmbare und beobachtbare Tatsache ist. So unterscheidet er einen physischen Leib (Körper) einen Lebensleib (das, was den Körper am Leben erhält, also die Lebenskräfte) einen Seelenleib oder auch Astralleib genannt (die Gefühle, Empfindungen, Wünsche, Triebe etc.) der sich in verschiedenen Entwicklungsphasen aufteilt und mit der körperlichen Entwicklung und dem Reifungsprozess einhergeht, im Optimalfall Hand in Hand ergänzend, und das Ich (das ist der ganze Mensch als Individualität). Dieses Ich teilt sich noch weiter in verschiedenen Geistqualitäten auf. Warum seine Werke weitestgehend so unbekannt blieben bis zum heutigen Tag, beschreiben sie ja genau richtig in ihrem Artikel, liebe Frau Gebert.

Anthroposophie ist nicht etwas, was man erzwingen und aufoktroyieren kann, jeder muss den Weg dazu selbstständig finden. Sie ist absolut freilassend.

Warum es nicht passiert und passieren kann, liegt tiefst begründet in unseren Bildungssystemen, die vor knapp hundert Jahren massiv "reformiert" worden sind, u. A. durch Rockefeller und durch die von ihm ins Leben gerufene Stiftung(en).

Das selbstständige, individuelle Denken wird massiv unterbunden, und dies fängt schon im Kindergarten an. Je höher die Schulbildung, umso einseitiger und beschränkter gestaltet sich der Unterricht bzw. die Vorlesungen, denn der Mensch soll nur in bestimmten Schienen denken, handeln und wollen.

Das wahre Denken ist nicht identisch mit dem Alltagsdenken. Das neue, schöpferische oder reine Denken hat nichts mit dem üblichen Verstandesdenken gemein. Es geht über dieses hinaus und besteht darin, die Objekte des jeweiligen Interesses selbst zu befragen und warten bis sich ihr Wesen im Bewusstsein des Fragenden ausspricht. Es gilt für alle Lebensphänomene unserer physischen und Erlebniswelt. Wenn man in diesem Bewusstsein durch das Leben geht, versteht man die Zusammenhänge viel klarer und besser, entdeckt man das Sein und das Zusammenspiel des Lebendigem auf einer anderen Ebene und steht nur noch liebend und demütig vor diesem unbegreiflichen Durchdringung der Welt.

"Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben : entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles eines. Ich glaube an Letzteres." Albert Einstein

"Meine Religion besteht in der demütigen Anbetung eines unendlichen geistigen Wesens höherer Natur, das sich selbst in den kleinen Einzelheiten kundgibt, die wir mit unseren schwachen und unzulänglichen Sinnen wahrzunehmen vermögen. Diese tiefe, gefühlsmässige Überzeugung von der Existenz einer höheren Denkkraft, die sich im unerforschlichen Weltall manifestiert, bildet den Inhalt meiner Gottesvorstellung" Albert Einstein

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