ich schrieb mal, dass ich deine Ausarbeitung zum Thema Männlichkeit unfassbar stark fand und dass diese Ausarbeitung mit Abstand die stärkste von jenen ist, die ich bis dato gelesen habe. Daran hat sich nichts geändert, und wenn sich etwas an meiner Ansicht zur Stärke deiner Arbeit ändert, weiß ich, dass sich alles in eine gute Richtung entwickelt hat.
Nichtsdestotrotz möchte ich generell mahnen. Ein Patriarch wird oftmals leider mit einem Tyrannen gleichgesetzt und ich verstehe warum es diese Sichtweise oder Empfindung gibt. Ein Patriarch kann aber nur dann Patriarch sein, wenn es eine mindestens (!) gleich starke Matriarchin gibt. Das, was heute als patriarchalisch erachtet wird, ist das Treiben von männlichen Psycho-Trümmerhaufen, die oftmals seelenlos und charakterlich völlig degeneriert sind.
Diese seelenlosen Trümmerhaufen findet man genauso gut auf der weiblichen Seite, womit eine gewisse Achtsamkeit bei der gesamten Bewertung einhergehen sollte.
Mir geht es dabei nicht um Schuldabweisung oder Schuldzuweisung, sondern ich erachte den Prozess, der nun zwischen Mann und Weib wieder einsetzt, als einen der wichtigsten Prozesse überhaupt. Auf individueller Ebene bedeutet es nämlich, dass Mann und Weib erst einmal wieder bei sich selber und in ihrer jeweiligen Urkraft sind, bevor sie überhaupt füreinander sein möchten könnten und zwar so füreinander sein möchten, dass aus einer Beziehung eine heilige Verbindung wird, die von Vertrauen und Wohlwollen getragen wird, sodass diese heilige Verbindung auch alle Stürme der Zeit trotzt.
da hast du vollkommen recht und ich danke dir für die "Ermahnung", die mir auch eine gute Freundin an der Stelle immer wieder ereilt. Es stimmt schon, dass ich die jeweiligen Strukturen von Matriachat und Patriarchat besser herausarbeiten könnte. Deine Ergänzung ist daher an der Stelle sehr wertvoll (für mich). Ganz herzlich, Lilly
wenn wir uns die Bälle derart zuspielen können, ist vieles gewonnen. Anhand der Reaktionen in den hiesigen Kommentaren erkennt man allein, wie aufgeladen die Behandlung dieser Thematik teils ist. Meine "Mahnung" habe ich auch an Mädelsabenden zum besten gegeben und ich weiß, dass man mich am liebsten gevierteilt hätte :-)
Ich finde, dass du die Strukturen schon hervorragend ausgearbeitet hast und man darf nicht vergessen, dass es inhaltlich ein mittlerweile sehr nebliges und stark umkämpftes Feld ist, welches du da betreten und in das du Klarheit reingebracht hast.
du hast natürlich wieder so viel erkannt… feinsinnig. Möchte dieses mal etwas weniger von mir geben. Nur der Gedanke, dass diese Vorgehensweise, des Systems, der dunklen “Mächte “ genau diese Männlichkeit aus dem Weg zu räumen. Mit Hilfe von Hightech!! Bis hin zur hinzugabe von Chemieschen Mitteln der Nahrung und natürlich Trinkwasser “ Stichwort : Gender… Schwachsinn!!
Alles kann ein großes Bild ergeben. Christus sagt : “Wer sehen kann, der sehe “…
Eines fällt mir gerade ein…wer ganz weit oben« ins Regal greifen will,es überhaupt vermag« der schaut mal,was die Katharer über auch dieses Thema sagen…
Und zu dem anderen ergänzenden Gedanken: « Endlich allein « natürlich auch hier,ohne Bewertung = gilt natürlich auch für uns Männer.
Und so entsteht wieder die eigentlich alt bekannte ´ Spaltung ´ …nach der ´ Emanzipation ´ …also = alles läuft nach « deren Plan« !!
Vereinigung wie einst…in einer Großfamilie!!?? Wenn ich mir die Tattoow….
Alles sind Zyklen …im Kreis drehen ! Beim Autofahren,kam mir des Bild von St. Martin und St. Michael in den Kopf…wie der Eine den Teufel durchbohrt un der andere den Drachen… in Heiliger Gûte und Fürsorge !!
deine Veröffentlichung deines Kapitels "Die Männlichkeit" aus deinem Buch genau heute, am internationalen Frauentag, nehme ich mal als Wink mit dem Zaunpfahl war. Und obwohl ich gegen jegliche Gewalt bin, meine ich, einige meiner Geschlechtsgenossen sollten mal gegen so einen laufen, um wachgerüttelt zu werden, um über ihre Beziehung zu Frauen und deren Stellenwert in Gemeinschaften überhaupt, nachzudenken. Sehr oft ist sie der Kleber in Partnerschaft und Familie, bei ihr laufen oft alle Fäden zusammen und zerren manchmal enorm an ihrer Physis und ihrer Psyche, gerade in einer Gesellschaft, in der sie ja auch ihren Mann stehen soll und darf. Karriere, Haus, Kinder, Besorgungen, Wäsche, Haustiere und etliches mehr führt oft zum Ausbluten jeglicher ihrer Energien, umso schneller, wenn sie sich auch noch um einen "blinden" Mann kümmern muss, der diesen Kampf in ihr weder bemerkt noch akzeptiert, weder Stütze noch liebevolle Hilfe ist, seinen Weg eher außerhalb des Chaos geht. Hier kann ich euch Frauen verstehen, wenn ihr eines Tages die Schere nehmt und einen Großteil der Fäden, die alles halten, durch schneidet um wieder atmen zu können, zu leben statt zu funktionieren. Auch ich schließe mich hier nicht aus, viel zu oft Verantwortung abgegeben zu haben, am Ende mit dem Ergebnis nicht eins war, verständlichen Gegenwind bekommen habe. Um es mit technischem Wort auszudrücken: Frauen sind keine Apps eures Lebens, die ihr aufrufen könnt, wenn es gerade passt, auch ein einfaches Upgrade auf die nächst höhere Version ist nicht per Knopfdruck zu bekommen.
Nichts ist für immer, alles lebt erst richtig durch Veränderung, das Gehirn bleibt ein Leben lang plastisch und formbar. Mit genügend Blicke in den Spiegel des Selbst, einem bewussten, ehrlichen, schmerzhaften Reflektieren des eigenen Tuns sind auch Männer in der Lage, ihre Position im Gefüge der Geschlechter zu verändern. Und ihr lieben Mitmänner: Tränen sind dabei kein Zeichen der Schwäche, sie sind eines der Zeichen, die auf tiefe Erkenntnis schließen lassen, dem richtigen Gefühl des Ichs begegnet zu sein.
Liebe Frauen, liebe Lilly, ich wünsche euch trotz der Wirren zwischen uns allen, einen sonnigen Tag, der euch gehört und ein unerschütterliches Vertrauen in alle Tage die da kommen.
ich muss gestehen, dass mir das mit dem Weltfrauentag erst aufgefallen war, als du es dann geschrieben hattest. Aber naja, Zufälle gibt es bekanntlich nicht.
Gleichzeitig fand ich das Bild mit den Fäden sehr gelungen. Auch in meinem Kopf herrschen zum Großteil noch die Bilder von einer Familie, in der die Frau viele ihrer Freiheiten aufgeben muss, um ihre Aufgabe/Rolle zu erfüllen. Zumindest hier und heute kann ich mir das für mich nicht vorstellen. Daher bewege ich mich derzeit - bewusst oder unbewusst - in eine eher entgegengesetzte Richtung. Mit der stillen Hoffnung, dass irgendwann jemand daherkommt, mit dem das Bild von Familie sich nicht nach Freiheitsentzug, sondern nach Fülle anfühlen könnte? Ich weiß es nicht. Und möchte mich auch nicht länger mit diesen Sehnsuchtsbildern aufhalten. Hier ist heute, und was oder wer morgen kommt, weiß ich nicht.
Warum also willst du als etwas oder jemand anderes geliebt werden als du selbst?
Das bedingt jedoch, dass wir uns erinnern, was Liebe bedeutet, denn so klein der wunderbare Band von Hesse ist, "Wer lieben kann ist glücklich", haben ihn sicherlich viel zu wenige gelesen, noch weniger verinnerlicht. Es geht um die Fähigkeit zu lieben und daraus Kraft und Energie zu ziehen, ohne Anspruch. Aus dieser Selbstverständlichkeit heraus sollte es gar keine Frage sein, man kann nur als man selbst geliebt werden, alles andere wäre verlogen, Schein, könnte nicht dauerhaft funktionieren.
"Liebe muss nicht bitten, muss nicht fordern. Liebe muß die Kraft haben, in sich selbst zur Gewißheit zu kommen. Dann wird sie nicht mehr gezogen, sondern zieht." Hermann Hesse, aus dem oben genannte Büchlein. Ob zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kindern, zwischen Freunden usw..
Vielleicht könnten dies Lehrer einmal aufnehmen, die Liebe zu lehren. Schöne Idee, eine Utopie? Wer lehrt dies einer verlorenen Gesellschaft? Ich denke, nur sie selbst kann es, sich wie bei Münchhausen am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen.
Deine Texte Lilly sind stets ein Anlass, zu lernen, zu überdenken aber auch die Zufriedenheit in mir selbst zu wecken. Mein Weg, gar nicht so falsch.
Als die Menschen noch in echten Höhlen lebten, ging die echte Männlichkeit (in Friedenszeiten) auf die Jagd. Manche blieben zu Höhle und “kümmerten” sich um allerlei Unnützes, mitunter auch um die Frauen... So entstand vielleicht die Felsenmalerei und anders intelligente Nachkommenschaft. Unlängst erzählte ich einer Gymnasiallehrerin (!) auf die scannende Frage “Was machst du denn so?”, ich sei Dichter. “Mit welchem Ziel?” fragte sie. Mir viel auf die Schnelle keine akkurate Antwort ein. Dann kam ich auf die Wahrheit. Die sei für jeden eine andere, meinte sie. “Da hast du recht”, entgegnete ich und wies auf meine persönliche hin. Sie schloss das Dichterkapitel mit der Erkenntnis, dass es Ziel eines Dichters sein müsse, von möglichst vielen Menschen gelesen zu werden. Ich wünschte mich zurück in meine Höhle. Und frag mich heute noch immer, ob nicht doch eventuell viel zu viele Frauen ehemalige Männer geworden sind. Wenn dem wirklich so ist: Der nächste Krieg kommt – wie's derzeit aussieht – bestimmt...
Ja, da gehe ich mit. Dieser "Überlebensmodus" hat unlängst auch von den Frauen Besitz ergriffen. Was wieiderum viele Züge von Weiblichkeit, die vor allem in Richtung Zartheit gehen, unterbindet. Hesse hat übrigens auch was Schönes zu dem von dir genannten Beispiel geschrieben. Kurzer Auszug daher aus meinem Buch, um es auch richtig wiederzugeben:
"Von seinem 13. Lebensjahr an war er sich bewusst, er wolle »entweder Dichter oder gar nichts werden«12. Zu dieser »Klarheit« trat jedoch später die Erkenntnis, dass es zu so gut wie allen Berufen auf der Welt einen Weg oder eine Schule gab, nur nicht für den Dichter. Hesse erkannte, dass es zwar erlaubt sei und sogar als Ehre gelte, ein Dichter zu sein – aber ein Dichter zu werden, das sei unmöglich. Es werden zu wollen, sei eine Lächerlichkeit und eine Schande, wie er sehr bald erfuhr."
Wunderschön, die Wunde heilend, genau, nicht Gegensätze sondern miteinander schwingende Pole des Gleichwertigen, die matriarchalen Kulturen, nachgewiesener massen friedensfähig, haben GENAU diesen Ansatz zu Frau und Mann.
Nun, Deine Gedanken zur fehlgeleiteten Männlichkeit in der heutigen Welt sind um einiges kürzer geraten, als Dein Diskurs zur weiblichen Seite. Du magst recht haben in Deiner Auslegung, aber ich Frage mich vielmals, wieso dass Frauen meistens Männer beurteilen und diese nicht in der Lage sind sich oder ihr Geschlecht selber zu reflektieren? Ich habe mehr als das halbe Leben gebraucht um meine Rolle in diesem Zusammenleben zu begreifen (selbstverständlich noch lange nicht abschliessend, respektive haben sich daraus neue Fragen ergeben), wenn ich aber junge Männer erlebe in der heutigen komplexen und zerrissenen Welt, möchte ich nicht in derer Haut stecken. Es ist fast unmöglich den gesellschaftlichen und auch noch den weiblichen Ansprüche gerecht zu werden. In unserem Zusammenleben, habe ich für mich das so definiert, dass ich als männlicher Teil unseres Clans für den äusseren Ring zuständig bin, welcher unter anderem den Schutz beinhaltet. Der Teil meiner Partnerin besteht aus dem inneren Ring, welche das „Nest“ und aber auch vor Allem den psychischen Zusammenhalt sicherstellt. Natürlich ist es eine Grundvoraussetzung dass diese Ringe ineinander- und übereinander greifen. Es bleibt zu erwähnen, dass der innere Kreis, also der weibliche der wichtigere der beiden ist, da dieser nämlich existentiell ist und dies nicht nur wegen der materiellen Sicherheit, sondern vor Allem wegen der seelischen Gesundheit oder besser gesagt, der Resilienz. Das sage ich nicht weil ich mich als Mann aus Opportunismus selber herabsetzen möchte, sondern weil meine Erfahrung aus der Pandemie mich gelehrt hat, dass meine Partnerin durch ihr intuitives weibliches Verstehen uns vor der Verderbnis behütet hat. Sie hat meistens recht, was meine Lehre, dass die Intuition vor dem sogenannten Verstand kommt, tief zementierte hat. Ein Gedanke möchte ich aber doch noch los werden. Wir waren letzthin an einer Demo in St. Gallen. Bei der abschliessenden kurzen Rede des Organisators ist mir seine sehr präsente, geschliffene und aber auch sehr dominant und autoritär gehaltene Rede aufgefallen, was mich einerseits fasziniert, aber gleichzeitig auch erschreckt hat. Bei der anschliessenden Diskussion mit meiner Partnerin war diese eher anderer Meinung bezüglich diesem dominant ausgelebtem Machtanspruch. Kann es nicht sein dass Frauen zumindest manchmal ein solchermassen ausgelebtes Ego auch für ihren Sicherheitsanspruch befürworten? Nur so ein Gedanke, aber vor Allem Danke für Deine Diskursgrundlage zu möglichen Geschlechter - Definitionen und dem Zusammenleben.
Das Kapitel zur Weiblichkeit folgt am Donnerstag. Ansonsten enthält der letzte Text ebenso Reflexionen zur Weiblichkeit. Wobei ich für meinen Teil meinen "Sicherheitsanspruch" durchaus von einem Mann befriedigen lassen kann, wenn auch nicht von einem, der seine fehlende Sicherheit durch Macht kompensieren muss. Ich bin niemandes Besitz, den es vom Rest der Welt abzuschirmen gilt. Auch hier ist das Stichwort für Weiterentwicklung in der Geschlechterfrage für mich Vertrauen.
Moin liebe Lilly,
ich schrieb mal, dass ich deine Ausarbeitung zum Thema Männlichkeit unfassbar stark fand und dass diese Ausarbeitung mit Abstand die stärkste von jenen ist, die ich bis dato gelesen habe. Daran hat sich nichts geändert, und wenn sich etwas an meiner Ansicht zur Stärke deiner Arbeit ändert, weiß ich, dass sich alles in eine gute Richtung entwickelt hat.
Nichtsdestotrotz möchte ich generell mahnen. Ein Patriarch wird oftmals leider mit einem Tyrannen gleichgesetzt und ich verstehe warum es diese Sichtweise oder Empfindung gibt. Ein Patriarch kann aber nur dann Patriarch sein, wenn es eine mindestens (!) gleich starke Matriarchin gibt. Das, was heute als patriarchalisch erachtet wird, ist das Treiben von männlichen Psycho-Trümmerhaufen, die oftmals seelenlos und charakterlich völlig degeneriert sind.
Diese seelenlosen Trümmerhaufen findet man genauso gut auf der weiblichen Seite, womit eine gewisse Achtsamkeit bei der gesamten Bewertung einhergehen sollte.
Mir geht es dabei nicht um Schuldabweisung oder Schuldzuweisung, sondern ich erachte den Prozess, der nun zwischen Mann und Weib wieder einsetzt, als einen der wichtigsten Prozesse überhaupt. Auf individueller Ebene bedeutet es nämlich, dass Mann und Weib erst einmal wieder bei sich selber und in ihrer jeweiligen Urkraft sind, bevor sie überhaupt füreinander sein möchten könnten und zwar so füreinander sein möchten, dass aus einer Beziehung eine heilige Verbindung wird, die von Vertrauen und Wohlwollen getragen wird, sodass diese heilige Verbindung auch alle Stürme der Zeit trotzt.
Ganz liebe Grüße,
Basti
Lieber Basti,
da hast du vollkommen recht und ich danke dir für die "Ermahnung", die mir auch eine gute Freundin an der Stelle immer wieder ereilt. Es stimmt schon, dass ich die jeweiligen Strukturen von Matriachat und Patriarchat besser herausarbeiten könnte. Deine Ergänzung ist daher an der Stelle sehr wertvoll (für mich). Ganz herzlich, Lilly
Liebe Lilly,
wenn wir uns die Bälle derart zuspielen können, ist vieles gewonnen. Anhand der Reaktionen in den hiesigen Kommentaren erkennt man allein, wie aufgeladen die Behandlung dieser Thematik teils ist. Meine "Mahnung" habe ich auch an Mädelsabenden zum besten gegeben und ich weiß, dass man mich am liebsten gevierteilt hätte :-)
Ich finde, dass du die Strukturen schon hervorragend ausgearbeitet hast und man darf nicht vergessen, dass es inhaltlich ein mittlerweile sehr nebliges und stark umkämpftes Feld ist, welches du da betreten und in das du Klarheit reingebracht hast.
Allein dafür gilt dir Respekt und Dank!
Liebe Grüße,
Basti
Liebe Lilly,
du hast natürlich wieder so viel erkannt… feinsinnig. Möchte dieses mal etwas weniger von mir geben. Nur der Gedanke, dass diese Vorgehensweise, des Systems, der dunklen “Mächte “ genau diese Männlichkeit aus dem Weg zu räumen. Mit Hilfe von Hightech!! Bis hin zur hinzugabe von Chemieschen Mitteln der Nahrung und natürlich Trinkwasser “ Stichwort : Gender… Schwachsinn!!
Alles kann ein großes Bild ergeben. Christus sagt : “Wer sehen kann, der sehe “…
Alles Liebe.
Eines fällt mir gerade ein…wer ganz weit oben« ins Regal greifen will,es überhaupt vermag« der schaut mal,was die Katharer über auch dieses Thema sagen…
Und zu dem anderen ergänzenden Gedanken: « Endlich allein « natürlich auch hier,ohne Bewertung = gilt natürlich auch für uns Männer.
Und so entsteht wieder die eigentlich alt bekannte ´ Spaltung ´ …nach der ´ Emanzipation ´ …also = alles läuft nach « deren Plan« !!
Vereinigung wie einst…in einer Großfamilie!!?? Wenn ich mir die Tattoow….
Alles sind Zyklen …im Kreis drehen ! Beim Autofahren,kam mir des Bild von St. Martin und St. Michael in den Kopf…wie der Eine den Teufel durchbohrt un der andere den Drachen… in Heiliger Gûte und Fürsorge !!
Ja genau! Die Zyklen, liebe Jeanne.
Liebe Lilly,
deine Veröffentlichung deines Kapitels "Die Männlichkeit" aus deinem Buch genau heute, am internationalen Frauentag, nehme ich mal als Wink mit dem Zaunpfahl war. Und obwohl ich gegen jegliche Gewalt bin, meine ich, einige meiner Geschlechtsgenossen sollten mal gegen so einen laufen, um wachgerüttelt zu werden, um über ihre Beziehung zu Frauen und deren Stellenwert in Gemeinschaften überhaupt, nachzudenken. Sehr oft ist sie der Kleber in Partnerschaft und Familie, bei ihr laufen oft alle Fäden zusammen und zerren manchmal enorm an ihrer Physis und ihrer Psyche, gerade in einer Gesellschaft, in der sie ja auch ihren Mann stehen soll und darf. Karriere, Haus, Kinder, Besorgungen, Wäsche, Haustiere und etliches mehr führt oft zum Ausbluten jeglicher ihrer Energien, umso schneller, wenn sie sich auch noch um einen "blinden" Mann kümmern muss, der diesen Kampf in ihr weder bemerkt noch akzeptiert, weder Stütze noch liebevolle Hilfe ist, seinen Weg eher außerhalb des Chaos geht. Hier kann ich euch Frauen verstehen, wenn ihr eines Tages die Schere nehmt und einen Großteil der Fäden, die alles halten, durch schneidet um wieder atmen zu können, zu leben statt zu funktionieren. Auch ich schließe mich hier nicht aus, viel zu oft Verantwortung abgegeben zu haben, am Ende mit dem Ergebnis nicht eins war, verständlichen Gegenwind bekommen habe. Um es mit technischem Wort auszudrücken: Frauen sind keine Apps eures Lebens, die ihr aufrufen könnt, wenn es gerade passt, auch ein einfaches Upgrade auf die nächst höhere Version ist nicht per Knopfdruck zu bekommen.
Nichts ist für immer, alles lebt erst richtig durch Veränderung, das Gehirn bleibt ein Leben lang plastisch und formbar. Mit genügend Blicke in den Spiegel des Selbst, einem bewussten, ehrlichen, schmerzhaften Reflektieren des eigenen Tuns sind auch Männer in der Lage, ihre Position im Gefüge der Geschlechter zu verändern. Und ihr lieben Mitmänner: Tränen sind dabei kein Zeichen der Schwäche, sie sind eines der Zeichen, die auf tiefe Erkenntnis schließen lassen, dem richtigen Gefühl des Ichs begegnet zu sein.
Liebe Frauen, liebe Lilly, ich wünsche euch trotz der Wirren zwischen uns allen, einen sonnigen Tag, der euch gehört und ein unerschütterliches Vertrauen in alle Tage die da kommen.
Lieber Sven,
ich muss gestehen, dass mir das mit dem Weltfrauentag erst aufgefallen war, als du es dann geschrieben hattest. Aber naja, Zufälle gibt es bekanntlich nicht.
Gleichzeitig fand ich das Bild mit den Fäden sehr gelungen. Auch in meinem Kopf herrschen zum Großteil noch die Bilder von einer Familie, in der die Frau viele ihrer Freiheiten aufgeben muss, um ihre Aufgabe/Rolle zu erfüllen. Zumindest hier und heute kann ich mir das für mich nicht vorstellen. Daher bewege ich mich derzeit - bewusst oder unbewusst - in eine eher entgegengesetzte Richtung. Mit der stillen Hoffnung, dass irgendwann jemand daherkommt, mit dem das Bild von Familie sich nicht nach Freiheitsentzug, sondern nach Fülle anfühlen könnte? Ich weiß es nicht. Und möchte mich auch nicht länger mit diesen Sehnsuchtsbildern aufhalten. Hier ist heute, und was oder wer morgen kommt, weiß ich nicht.
Ganz herzlich, Lilly
So ein starker Text! Ich möchte viele Stellen markieren 😅
Haha, danke! Für mich ein großes Kompliment.
Warum also willst du als etwas oder jemand anderes geliebt werden als du selbst?
Das bedingt jedoch, dass wir uns erinnern, was Liebe bedeutet, denn so klein der wunderbare Band von Hesse ist, "Wer lieben kann ist glücklich", haben ihn sicherlich viel zu wenige gelesen, noch weniger verinnerlicht. Es geht um die Fähigkeit zu lieben und daraus Kraft und Energie zu ziehen, ohne Anspruch. Aus dieser Selbstverständlichkeit heraus sollte es gar keine Frage sein, man kann nur als man selbst geliebt werden, alles andere wäre verlogen, Schein, könnte nicht dauerhaft funktionieren.
"Liebe muss nicht bitten, muss nicht fordern. Liebe muß die Kraft haben, in sich selbst zur Gewißheit zu kommen. Dann wird sie nicht mehr gezogen, sondern zieht." Hermann Hesse, aus dem oben genannte Büchlein. Ob zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kindern, zwischen Freunden usw..
Vielleicht könnten dies Lehrer einmal aufnehmen, die Liebe zu lehren. Schöne Idee, eine Utopie? Wer lehrt dies einer verlorenen Gesellschaft? Ich denke, nur sie selbst kann es, sich wie bei Münchhausen am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen.
Deine Texte Lilly sind stets ein Anlass, zu lernen, zu überdenken aber auch die Zufriedenheit in mir selbst zu wecken. Mein Weg, gar nicht so falsch.
Liebe Claudia, so schön und passend, Hesse an dieser Stelle zu erwähnen. Danke dafür!
Als die Menschen noch in echten Höhlen lebten, ging die echte Männlichkeit (in Friedenszeiten) auf die Jagd. Manche blieben zu Höhle und “kümmerten” sich um allerlei Unnützes, mitunter auch um die Frauen... So entstand vielleicht die Felsenmalerei und anders intelligente Nachkommenschaft. Unlängst erzählte ich einer Gymnasiallehrerin (!) auf die scannende Frage “Was machst du denn so?”, ich sei Dichter. “Mit welchem Ziel?” fragte sie. Mir viel auf die Schnelle keine akkurate Antwort ein. Dann kam ich auf die Wahrheit. Die sei für jeden eine andere, meinte sie. “Da hast du recht”, entgegnete ich und wies auf meine persönliche hin. Sie schloss das Dichterkapitel mit der Erkenntnis, dass es Ziel eines Dichters sein müsse, von möglichst vielen Menschen gelesen zu werden. Ich wünschte mich zurück in meine Höhle. Und frag mich heute noch immer, ob nicht doch eventuell viel zu viele Frauen ehemalige Männer geworden sind. Wenn dem wirklich so ist: Der nächste Krieg kommt – wie's derzeit aussieht – bestimmt...
Ja, da gehe ich mit. Dieser "Überlebensmodus" hat unlängst auch von den Frauen Besitz ergriffen. Was wieiderum viele Züge von Weiblichkeit, die vor allem in Richtung Zartheit gehen, unterbindet. Hesse hat übrigens auch was Schönes zu dem von dir genannten Beispiel geschrieben. Kurzer Auszug daher aus meinem Buch, um es auch richtig wiederzugeben:
"Von seinem 13. Lebensjahr an war er sich bewusst, er wolle »entweder Dichter oder gar nichts werden«12. Zu dieser »Klarheit« trat jedoch später die Erkenntnis, dass es zu so gut wie allen Berufen auf der Welt einen Weg oder eine Schule gab, nur nicht für den Dichter. Hesse erkannte, dass es zwar erlaubt sei und sogar als Ehre gelte, ein Dichter zu sein – aber ein Dichter zu werden, das sei unmöglich. Es werden zu wollen, sei eine Lächerlichkeit und eine Schande, wie er sehr bald erfuhr."
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Verehrte Frau Gebert,
"seiner ursprünglichen Aufgabe als Hüter und Hirte beraubt"
und schon fehlt da einiges, vergessen ist der Jäger und Krieger, wichtige Rollen die ursprünglicher nicht sein könnten.
Ihrem letzten Absatz stimme ich uneingeschränkt zu und Danke für diesen Auszug aus Ihrem Werk.
Herzliche Grüße
Ja, auf 3 Buchseiten lässt sich leider nicht die gesamte Menschheitsgeschichte abbilden. Dennoch danke :)
Wunderschön, die Wunde heilend, genau, nicht Gegensätze sondern miteinander schwingende Pole des Gleichwertigen, die matriarchalen Kulturen, nachgewiesener massen friedensfähig, haben GENAU diesen Ansatz zu Frau und Mann.
Danke dir, liebe Dagmar :)
Nun, Deine Gedanken zur fehlgeleiteten Männlichkeit in der heutigen Welt sind um einiges kürzer geraten, als Dein Diskurs zur weiblichen Seite. Du magst recht haben in Deiner Auslegung, aber ich Frage mich vielmals, wieso dass Frauen meistens Männer beurteilen und diese nicht in der Lage sind sich oder ihr Geschlecht selber zu reflektieren? Ich habe mehr als das halbe Leben gebraucht um meine Rolle in diesem Zusammenleben zu begreifen (selbstverständlich noch lange nicht abschliessend, respektive haben sich daraus neue Fragen ergeben), wenn ich aber junge Männer erlebe in der heutigen komplexen und zerrissenen Welt, möchte ich nicht in derer Haut stecken. Es ist fast unmöglich den gesellschaftlichen und auch noch den weiblichen Ansprüche gerecht zu werden. In unserem Zusammenleben, habe ich für mich das so definiert, dass ich als männlicher Teil unseres Clans für den äusseren Ring zuständig bin, welcher unter anderem den Schutz beinhaltet. Der Teil meiner Partnerin besteht aus dem inneren Ring, welche das „Nest“ und aber auch vor Allem den psychischen Zusammenhalt sicherstellt. Natürlich ist es eine Grundvoraussetzung dass diese Ringe ineinander- und übereinander greifen. Es bleibt zu erwähnen, dass der innere Kreis, also der weibliche der wichtigere der beiden ist, da dieser nämlich existentiell ist und dies nicht nur wegen der materiellen Sicherheit, sondern vor Allem wegen der seelischen Gesundheit oder besser gesagt, der Resilienz. Das sage ich nicht weil ich mich als Mann aus Opportunismus selber herabsetzen möchte, sondern weil meine Erfahrung aus der Pandemie mich gelehrt hat, dass meine Partnerin durch ihr intuitives weibliches Verstehen uns vor der Verderbnis behütet hat. Sie hat meistens recht, was meine Lehre, dass die Intuition vor dem sogenannten Verstand kommt, tief zementierte hat. Ein Gedanke möchte ich aber doch noch los werden. Wir waren letzthin an einer Demo in St. Gallen. Bei der abschliessenden kurzen Rede des Organisators ist mir seine sehr präsente, geschliffene und aber auch sehr dominant und autoritär gehaltene Rede aufgefallen, was mich einerseits fasziniert, aber gleichzeitig auch erschreckt hat. Bei der anschliessenden Diskussion mit meiner Partnerin war diese eher anderer Meinung bezüglich diesem dominant ausgelebtem Machtanspruch. Kann es nicht sein dass Frauen zumindest manchmal ein solchermassen ausgelebtes Ego auch für ihren Sicherheitsanspruch befürworten? Nur so ein Gedanke, aber vor Allem Danke für Deine Diskursgrundlage zu möglichen Geschlechter - Definitionen und dem Zusammenleben.
Das Kapitel zur Weiblichkeit folgt am Donnerstag. Ansonsten enthält der letzte Text ebenso Reflexionen zur Weiblichkeit. Wobei ich für meinen Teil meinen "Sicherheitsanspruch" durchaus von einem Mann befriedigen lassen kann, wenn auch nicht von einem, der seine fehlende Sicherheit durch Macht kompensieren muss. Ich bin niemandes Besitz, den es vom Rest der Welt abzuschirmen gilt. Auch hier ist das Stichwort für Weiterentwicklung in der Geschlechterfrage für mich Vertrauen.