Danke, für diesen Text, der mein Innerstes berührt und für mich wahrer nicht sein könnte.
Beseelte Worte, die so voll sind, mich erinnern, mich berühren, mich ins fliessen bringen und in mir automatisch das Bedürfnis erwecken, zu schenken: Liebe, Präsenz, Nähe usw. Mich zu zeigen, mich zuzumuten, mit allem was in mir lebt: in meiner ganzen Lebendigkeit.
Liebe Lilly, ich komme gerade von unserer gemeinsamen Sing-Meditation, die ich zusammen mit mindestens einer Freundin den ganzen Juli jeden Tag um 5h morgens durchführe. Der Raum, den wir heute wählten - ein kleines Kirchlein hoch auf einem Felsen - entpuppte sich als fantastischen Klangraum, der unsere beiden Stimmen wunderbar verschmolzen hat und darüber hinaus über die entstandenen Obertöne einen wahren Chor an Klängen entstehen liess...
Bei der Lektüre deines Textes habe ich mich gefragt, ob es wirklich ein Du braucht, um das Ich zu erkennen. Meiner Erfahrung nach braucht es dies nicht, denn wen wir etwas BRAUCHEN, war da vorher eine Art von Mangel. Wir sind vom Ursprung her nicht geteilt, nicht teilweise, sondern immer ein Ganzes, welches sich selber genügen könnte. Die Frage ist, weshalb wir uns geteilt, zerstückelt, mangelhaft, falsch sehen und deshalb ein Gegenüber bräuchten, um eine Verbindung der Teile herzustellen, um von dem eine "richtige" Sichtweise, eine Belohnung, Liebe zu erhalten usw.? Zu viele Programme und Vorgaben seit Kindheit haben uns soweit gebracht zu denken, wir seien geteilt. Und ja, in gewissem Sinn sind wir dies tatsächlich: in eine innere Welt der Wahrnehmung(sübersetzung) und eine äussere Welt, an der wir anhaften, weil sie uns glauben macht und denken lässt, wir seien so, wie SIE uns sieht und beurteilt.
Jedoch, solange wir keine Grenzen spüren, können wir uns selbst als Ich in unserem Innenraum gar nicht erkennen. D.h. ein Finden von Grenzen, also letztlich ein Abscheiden, ein Teilen des Ganzes durch Berührung - sei es durch eine Umarmung, durch den Boden unter den Füssen fühlen, den Baumstamm im Rücken, wenn wir an ihm anlehnen, dem Zuhören der unterschiedlichen Argumente in einer Diskussion etc. - ist unerlässlich, um mich als Selbst zu erkennen und Bewusst-Sein erfahren. Das können wir schon beim kleinen Kind erkennen: es sucht die Grenzen, geht bis an den äussersten Rand. Eine Ab-Grenzung ist notwendig, aber nicht, um einen angeblichen Mangel aufzufüllen, um vom Aussen gehört und bestätigt zu werden...
Wir können Grenzen im Aussen unter-suchen und auch uns selbst in uns drinnen er-spüren, denn unser Leib und unsere Persönlichkeit in dieser Realität ist gewissermassen die Hülle, der Träger und das Werkzeug für unser Selbst(-Bewusstsein).
Nun ist es so, dass alles, was wir mit unseren Sinnen im Aussen wie in unserem Leib wahrnehmen, ein elektrisches Kraftfeld, eine elektrische Re-produktion in unserem Gehirn entstehen lässt. Das ist Lernen, das ist Ver-innerlichung. So entsteht Rilkes Weltinnenraum...
Wenn wir aber mit Vor-Urteilen an die Untersuchung herangehen, entstehen "falsche", ver-rückte Reproduktionen, unreine Felder, unsere Wahrnehmung wird getrübt und das wiederum führt zu Missverständnissen, Unverständnis, Traumen, Konflikte, Mangelgefühlen usw. Die Konditionierung seit Geburt durch Erziehung, Schule, Gesetze, Werbung, Propaganda, Politik, Smartphone, elektromagnetische Impuls-Waffen... manipuliert unsere Wahrnehmung, so dass wir voller Vor-Urteile sind....
Es ist deshalb ein steiniger Weg, den wir womöglich gehen müssen, um wirklich frei, unabhängig Liebe erfahren zu können: zuerst müssen wir erkennen, dass es ein Ich in mir drinnen (nicht die Persönlichkeit...) gibt, um dann durch all die programmierten Schichten dies überhaupt ganz klein fühlen zu lernen.
Dann gilt es, die Schichten als das zu erkennen, was sie sind, nämlich nicht als zu uns gehörend, sondern als etwas, was uns von aussen aufgedrückt wird. Wir SIND (als wahres Sein) aber NICHT das Produkt dieser Aussenwelt! Dies bis hierher erkannt zu haben, ist hart und möglicherweise sind an diesem Punkt auch so viele Künstler zerbrochen, denn hier können Depressionen entstehen. Alles, was man bisher als richtig und wahr angenommen hat, entpuppt sich als Projektion, als Schattenwelt an der Wand in Platons Höhle... Es kann einem den Boden unter den Füssen wegziehen, man fällt ins Bodenlose, ins Nichts... hier wissen wir nur noch mit Sicherheit, dass es ein Ich gibt (Solipsismus) und das ist der letzte Halm, an den wir uns klammern können, um von da einen anderen Weg zu wählen. Das braucht Mut, denn es verlangt nach einer Entscheidung: die Welt zu verlassen oder trotzdem gerade weiter zu gehen.
Je mehr dieser Schichten wir mit unserem kleinen Ich durchdrungen haben, umso mehr lösen sie sich auf und unsere Selbst tritt hervor, PRÄSENTIERT sich, Schöpfungsenergie wird generiert, das muss uns sehr klar bewusst sein! Wir sind die Erschaffer, die Schöpfer unserer Wirklichkeit.
So beginnt das wahre Leben: aus dem reinen Selbst heraus können wir echte und neutrale (urteils-freie) Begegnungen mit Mensch und Natur auf Augenhöhe erleben. Das Leben kann sich Moment für Moment in allen Facetten entfalten. Wahre, echte, tragende Gemeinschaften können entstehen...
Es geht nicht um Bindungen, da wir nie geteilt waren und sind, sondern um Begegnung - letztlich immer mit uns selbst....
Danke für diesen brillanten, schmerzhaften und zugleich beglückenden Text! Wie so oft nach Lektüre deiner Texte ruft es in mir 'Ja! Mehr brauche ich nicht, um "loszuleben".' Und tatsächlich lasse ich die Weckrufe in Podcasts, Interviews, Texten zunehmend hinter mir und wende mich dem Sein zu. Dem Sein mit der Natur, mit meinen Hunden, sowohl in Abgeschiedenheit als auch in Gemeinschaft mit Menschen. Inzwischen habe ich erkannt, dass der frühere Wunsch danach, dauerhaft ohne Menschen zu sein, eine Flucht gewesen ist. Wie du schreibst, erlebte ich das Leben mit Menschen als bedrohlich. Die wiederholte Besinnung auf die menschliche Natur als soziales Wesen, das ohne Artgenossen dem Tod geweiht ist, hilft mir dabei, den Weg zurück zum Mensch-Sein unter Menschen zu finden.
Ich wollte grad schreiben: In einer degenerierenden Gesellschaft ist es schwierig, Seinesgleichen zu finden. Meiner Erfahrung nach erbarmt sich das Leben heute eher in unerwarteten Beziehungen, fernab romantischer Wunschbilder. Am Ende sind da eine handvoll liebenswerter Menschen, Tiere und die Natur, die einen halten.
Und einen Abschnitt weiter beschreibst du es viel schöner:
"Worum es geht, ist die Bereitschaft, sich überhaupt wieder berühren zu lassen. Von der Wärme der Sonne oder dem Wind, nachdem sie untergegangen ist, auf der Haut. Vom Duft unserer Wälder. Von beseelten Augen. Der ersehnten Umarmung."
……hab es erst jetzt gelesen. Und wieder ,wie nun so oft,haben wir das selbe,was uns bewegt…was wir fühlen und denken….sehr oft habe ich darüber geschrieben…auch wenn nur in Form von Kommentaren. Vielleicht auch kurz selbst auf Substack ,einfach so…aus dem Zusammenhang.
Es scheint kompliziert-dieses Thema…nicht wahr? Aber auch das kann man von 2 Seiten sehen….es ist kompliziert-durch unsere Konditionierung…bis hin ,dass der größte Teil unserer Gedanken,gar nicht unsere sind. Dann liebe Lilly,jedoch kommt ein Eingreifen unseres Herzens…der Seele…des Lichtes der Sophia…das uns diese -Ihre Weisheit schenkt….bis zum nächsten «im Kreis drehen« der dunklen Mächte erfolgt ….die uns ganz real daran hindern möchte/wird ,uns eben auf Heilige weise zu vereinen.
So kommen wir mit fast allen Themen ´ zum Außen ´ …der weltlichen Welt….den -Menschen-da draußen…..und ich kann es hier nicht leisten…es zu schreiben,was alles zu diesem Thema in mir ist…mit all dem´ verbunden sein ´ (worin sich sehr große Fallen auftun). Verbunden zu sein ,ist eine sehr große Überschrift ! Der Text aber -pures Bewusstsein ! Die Steigerung liebe Lilly ist -EINS SEIN- was für mich sehr sehr selten…oder eigentlich nie vorkommt…natürlich bist Du Eins mit Deiner Dualseele (wenn Du eine hast /Sie gefunden hast).
Natürlich bist Du immer (nicht irgendwann…)Eins mit dem Vater und Sophia Maria,unserer Mutter……Eins mit der Monade..🙏❤️✨💎
Was aber nicht heißen soll,dass ´ wir ´ uns nicht vereinigen können/sollten…ohne Unterlass….denn wenn wir durch -edel und rein -irgendwann zurück gehen…ins Pleroma….zu Mutter und Vater(Die uns scheinbar noch verlassen haben..)dann liebe Lilly,werden wir wahrlich EINS SEIN !
Das ist die wahre Singularität…in der ALLES enthalten ist…Aber hier in diesem Äon -dem Hades …haben wir solche -zu oft traurigen Gedanken…Emotion….Du weißt,dass «sie « sich davon ernähren!
Nur wenn wir uns mit all unserer Kraft eben -edel und rein-erheben….dann werden wir Eins Sein….
Du schreibst über Verlassenheit als Waffe. Ich glaube, du hast recht – und ich glaube, die meisten von uns spüren das längst, ohne es benennen zu können. Dieses Gefühl, dass wir uns selbst genügen sollen, während wir gleichzeitig wissen, dass wir das nicht können. Nicht wirklich. Und dass genau dieses Wissen – dass wir scheitern müssen – Teil des Systems ist.
Ich habe Menschen erlebt, die unter extremem Druck standen. Manche sind daran zerbrochen. Andere haben überlebt, weil jemand da war. Nicht als Therapeut, nicht als Ratgeber – einfach als jemand, der da war. Der gehalten hat. Und ich habe gelernt: Die Fähigkeit, alleine zu überleben, ist keine Tugend. Sie ist eine Notlösung. Wir haben sie zum Ideal erklärt – und vergessen, dass wir eigentlich für etwas anderes gemacht sind.
Was mich an deinem Text umtreibt: Du stellst die Diagnose, aber nicht die Frage, was wir tun. Ich weiss auch keine Antwort. Aber ich glaube, sie beginnt dort, wo wir aufhören, uns für das Alleinsein zu entschuldigen – und anfangen, das Verbundensein wieder zuzulassen. Auch wenn es wehtut. Gerade dann.
Liebe Lilly,ich danke Dir für diesen wunderbaren Text,der mich tief berührt hat, zu Tränen gerührt,weil er mir aus der Seele spricht! Ja,es gehört zum Mensch sein dazu,gehört, gesehen,verstanden und berührt,gehalten werden zu wollen! Wir brauchen die Verbindung zu anderen Menschen wie das Essen, Trinken und freie Atmen! Diese künstliche Vereinsamung ist zutiefst unmenschlich, macht uns krank und schwach! Nutzen wir unseren freien Willen und unsere Schöpferkraft und steuern dagegen, verteidigen wir unsere Werte!Ich umarme Dich in Gedanken ganz lieb! In Verbundenheit Manuela 🥰
Danke, für diesen Text, der mein Innerstes berührt und für mich wahrer nicht sein könnte.
Beseelte Worte, die so voll sind, mich erinnern, mich berühren, mich ins fliessen bringen und in mir automatisch das Bedürfnis erwecken, zu schenken: Liebe, Präsenz, Nähe usw. Mich zu zeigen, mich zuzumuten, mit allem was in mir lebt: in meiner ganzen Lebendigkeit.
DANKE 🙏🏻
Schön gesagt. Und das ist auch die Lösung des Dürstenden: Erstmal zu schenken!
Liebe Lilly, ich komme gerade von unserer gemeinsamen Sing-Meditation, die ich zusammen mit mindestens einer Freundin den ganzen Juli jeden Tag um 5h morgens durchführe. Der Raum, den wir heute wählten - ein kleines Kirchlein hoch auf einem Felsen - entpuppte sich als fantastischen Klangraum, der unsere beiden Stimmen wunderbar verschmolzen hat und darüber hinaus über die entstandenen Obertöne einen wahren Chor an Klängen entstehen liess...
Bei der Lektüre deines Textes habe ich mich gefragt, ob es wirklich ein Du braucht, um das Ich zu erkennen. Meiner Erfahrung nach braucht es dies nicht, denn wen wir etwas BRAUCHEN, war da vorher eine Art von Mangel. Wir sind vom Ursprung her nicht geteilt, nicht teilweise, sondern immer ein Ganzes, welches sich selber genügen könnte. Die Frage ist, weshalb wir uns geteilt, zerstückelt, mangelhaft, falsch sehen und deshalb ein Gegenüber bräuchten, um eine Verbindung der Teile herzustellen, um von dem eine "richtige" Sichtweise, eine Belohnung, Liebe zu erhalten usw.? Zu viele Programme und Vorgaben seit Kindheit haben uns soweit gebracht zu denken, wir seien geteilt. Und ja, in gewissem Sinn sind wir dies tatsächlich: in eine innere Welt der Wahrnehmung(sübersetzung) und eine äussere Welt, an der wir anhaften, weil sie uns glauben macht und denken lässt, wir seien so, wie SIE uns sieht und beurteilt.
Jedoch, solange wir keine Grenzen spüren, können wir uns selbst als Ich in unserem Innenraum gar nicht erkennen. D.h. ein Finden von Grenzen, also letztlich ein Abscheiden, ein Teilen des Ganzes durch Berührung - sei es durch eine Umarmung, durch den Boden unter den Füssen fühlen, den Baumstamm im Rücken, wenn wir an ihm anlehnen, dem Zuhören der unterschiedlichen Argumente in einer Diskussion etc. - ist unerlässlich, um mich als Selbst zu erkennen und Bewusst-Sein erfahren. Das können wir schon beim kleinen Kind erkennen: es sucht die Grenzen, geht bis an den äussersten Rand. Eine Ab-Grenzung ist notwendig, aber nicht, um einen angeblichen Mangel aufzufüllen, um vom Aussen gehört und bestätigt zu werden...
Wir können Grenzen im Aussen unter-suchen und auch uns selbst in uns drinnen er-spüren, denn unser Leib und unsere Persönlichkeit in dieser Realität ist gewissermassen die Hülle, der Träger und das Werkzeug für unser Selbst(-Bewusstsein).
Nun ist es so, dass alles, was wir mit unseren Sinnen im Aussen wie in unserem Leib wahrnehmen, ein elektrisches Kraftfeld, eine elektrische Re-produktion in unserem Gehirn entstehen lässt. Das ist Lernen, das ist Ver-innerlichung. So entsteht Rilkes Weltinnenraum...
Wenn wir aber mit Vor-Urteilen an die Untersuchung herangehen, entstehen "falsche", ver-rückte Reproduktionen, unreine Felder, unsere Wahrnehmung wird getrübt und das wiederum führt zu Missverständnissen, Unverständnis, Traumen, Konflikte, Mangelgefühlen usw. Die Konditionierung seit Geburt durch Erziehung, Schule, Gesetze, Werbung, Propaganda, Politik, Smartphone, elektromagnetische Impuls-Waffen... manipuliert unsere Wahrnehmung, so dass wir voller Vor-Urteile sind....
Es ist deshalb ein steiniger Weg, den wir womöglich gehen müssen, um wirklich frei, unabhängig Liebe erfahren zu können: zuerst müssen wir erkennen, dass es ein Ich in mir drinnen (nicht die Persönlichkeit...) gibt, um dann durch all die programmierten Schichten dies überhaupt ganz klein fühlen zu lernen.
Dann gilt es, die Schichten als das zu erkennen, was sie sind, nämlich nicht als zu uns gehörend, sondern als etwas, was uns von aussen aufgedrückt wird. Wir SIND (als wahres Sein) aber NICHT das Produkt dieser Aussenwelt! Dies bis hierher erkannt zu haben, ist hart und möglicherweise sind an diesem Punkt auch so viele Künstler zerbrochen, denn hier können Depressionen entstehen. Alles, was man bisher als richtig und wahr angenommen hat, entpuppt sich als Projektion, als Schattenwelt an der Wand in Platons Höhle... Es kann einem den Boden unter den Füssen wegziehen, man fällt ins Bodenlose, ins Nichts... hier wissen wir nur noch mit Sicherheit, dass es ein Ich gibt (Solipsismus) und das ist der letzte Halm, an den wir uns klammern können, um von da einen anderen Weg zu wählen. Das braucht Mut, denn es verlangt nach einer Entscheidung: die Welt zu verlassen oder trotzdem gerade weiter zu gehen.
Je mehr dieser Schichten wir mit unserem kleinen Ich durchdrungen haben, umso mehr lösen sie sich auf und unsere Selbst tritt hervor, PRÄSENTIERT sich, Schöpfungsenergie wird generiert, das muss uns sehr klar bewusst sein! Wir sind die Erschaffer, die Schöpfer unserer Wirklichkeit.
So beginnt das wahre Leben: aus dem reinen Selbst heraus können wir echte und neutrale (urteils-freie) Begegnungen mit Mensch und Natur auf Augenhöhe erleben. Das Leben kann sich Moment für Moment in allen Facetten entfalten. Wahre, echte, tragende Gemeinschaften können entstehen...
Es geht nicht um Bindungen, da wir nie geteilt waren und sind, sondern um Begegnung - letztlich immer mit uns selbst....
Danke für diesen brillanten, schmerzhaften und zugleich beglückenden Text! Wie so oft nach Lektüre deiner Texte ruft es in mir 'Ja! Mehr brauche ich nicht, um "loszuleben".' Und tatsächlich lasse ich die Weckrufe in Podcasts, Interviews, Texten zunehmend hinter mir und wende mich dem Sein zu. Dem Sein mit der Natur, mit meinen Hunden, sowohl in Abgeschiedenheit als auch in Gemeinschaft mit Menschen. Inzwischen habe ich erkannt, dass der frühere Wunsch danach, dauerhaft ohne Menschen zu sein, eine Flucht gewesen ist. Wie du schreibst, erlebte ich das Leben mit Menschen als bedrohlich. Die wiederholte Besinnung auf die menschliche Natur als soziales Wesen, das ohne Artgenossen dem Tod geweiht ist, hilft mir dabei, den Weg zurück zum Mensch-Sein unter Menschen zu finden.
Ich umarme Dich, Lilly.
Ich wollte grad schreiben: In einer degenerierenden Gesellschaft ist es schwierig, Seinesgleichen zu finden. Meiner Erfahrung nach erbarmt sich das Leben heute eher in unerwarteten Beziehungen, fernab romantischer Wunschbilder. Am Ende sind da eine handvoll liebenswerter Menschen, Tiere und die Natur, die einen halten.
Und einen Abschnitt weiter beschreibst du es viel schöner:
"Worum es geht, ist die Bereitschaft, sich überhaupt wieder berühren zu lassen. Von der Wärme der Sonne oder dem Wind, nachdem sie untergegangen ist, auf der Haut. Vom Duft unserer Wälder. Von beseelten Augen. Der ersehnten Umarmung."
Danke.
Du sprichst mir aus tiefster Seele.
……ja, manche von uns ,werden auf -brutale Weise- getrennt gehalten….
Es hat einen Grund….viele Stunden,könnte man darüber sprechen…
……hab es erst jetzt gelesen. Und wieder ,wie nun so oft,haben wir das selbe,was uns bewegt…was wir fühlen und denken….sehr oft habe ich darüber geschrieben…auch wenn nur in Form von Kommentaren. Vielleicht auch kurz selbst auf Substack ,einfach so…aus dem Zusammenhang.
Es scheint kompliziert-dieses Thema…nicht wahr? Aber auch das kann man von 2 Seiten sehen….es ist kompliziert-durch unsere Konditionierung…bis hin ,dass der größte Teil unserer Gedanken,gar nicht unsere sind. Dann liebe Lilly,jedoch kommt ein Eingreifen unseres Herzens…der Seele…des Lichtes der Sophia…das uns diese -Ihre Weisheit schenkt….bis zum nächsten «im Kreis drehen« der dunklen Mächte erfolgt ….die uns ganz real daran hindern möchte/wird ,uns eben auf Heilige weise zu vereinen.
So kommen wir mit fast allen Themen ´ zum Außen ´ …der weltlichen Welt….den -Menschen-da draußen…..und ich kann es hier nicht leisten…es zu schreiben,was alles zu diesem Thema in mir ist…mit all dem´ verbunden sein ´ (worin sich sehr große Fallen auftun). Verbunden zu sein ,ist eine sehr große Überschrift ! Der Text aber -pures Bewusstsein ! Die Steigerung liebe Lilly ist -EINS SEIN- was für mich sehr sehr selten…oder eigentlich nie vorkommt…natürlich bist Du Eins mit Deiner Dualseele (wenn Du eine hast /Sie gefunden hast).
Natürlich bist Du immer (nicht irgendwann…)Eins mit dem Vater und Sophia Maria,unserer Mutter……Eins mit der Monade..🙏❤️✨💎
Was aber nicht heißen soll,dass ´ wir ´ uns nicht vereinigen können/sollten…ohne Unterlass….denn wenn wir durch -edel und rein -irgendwann zurück gehen…ins Pleroma….zu Mutter und Vater(Die uns scheinbar noch verlassen haben..)dann liebe Lilly,werden wir wahrlich EINS SEIN !
Das ist die wahre Singularität…in der ALLES enthalten ist…Aber hier in diesem Äon -dem Hades …haben wir solche -zu oft traurigen Gedanken…Emotion….Du weißt,dass «sie « sich davon ernähren!
Nur wenn wir uns mit all unserer Kraft eben -edel und rein-erheben….dann werden wir Eins Sein….
Möchtest Du es ausprobieren….?
🙏❤️✨. 💎
Du schreibst über Verlassenheit als Waffe. Ich glaube, du hast recht – und ich glaube, die meisten von uns spüren das längst, ohne es benennen zu können. Dieses Gefühl, dass wir uns selbst genügen sollen, während wir gleichzeitig wissen, dass wir das nicht können. Nicht wirklich. Und dass genau dieses Wissen – dass wir scheitern müssen – Teil des Systems ist.
Ich habe Menschen erlebt, die unter extremem Druck standen. Manche sind daran zerbrochen. Andere haben überlebt, weil jemand da war. Nicht als Therapeut, nicht als Ratgeber – einfach als jemand, der da war. Der gehalten hat. Und ich habe gelernt: Die Fähigkeit, alleine zu überleben, ist keine Tugend. Sie ist eine Notlösung. Wir haben sie zum Ideal erklärt – und vergessen, dass wir eigentlich für etwas anderes gemacht sind.
Was mich an deinem Text umtreibt: Du stellst die Diagnose, aber nicht die Frage, was wir tun. Ich weiss auch keine Antwort. Aber ich glaube, sie beginnt dort, wo wir aufhören, uns für das Alleinsein zu entschuldigen – und anfangen, das Verbundensein wieder zuzulassen. Auch wenn es wehtut. Gerade dann.
Liebe Lilly,ich danke Dir für diesen wunderbaren Text,der mich tief berührt hat, zu Tränen gerührt,weil er mir aus der Seele spricht! Ja,es gehört zum Mensch sein dazu,gehört, gesehen,verstanden und berührt,gehalten werden zu wollen! Wir brauchen die Verbindung zu anderen Menschen wie das Essen, Trinken und freie Atmen! Diese künstliche Vereinsamung ist zutiefst unmenschlich, macht uns krank und schwach! Nutzen wir unseren freien Willen und unsere Schöpferkraft und steuern dagegen, verteidigen wir unsere Werte!Ich umarme Dich in Gedanken ganz lieb! In Verbundenheit Manuela 🥰
Herzlichen Dank für diesen wiederum wunderschönen Text, welcher uns selbst erkennen lässt.
Der Ruf der Sibylle
I. Iudicii Signum
die tosende Stille im schwarzen Raum ist mein Schmerz
noch schwerer aber liegt das leere Echo auf meinem Herz
der dunkle Schatten fällt auf meinen Geist
noch schwerer ist die Schwärze die das Helle entreisst
laut rufe ich gegen die Stille und reisse am schwarzen Gewand
am Zeitenende antwortet ein lauter Donner und ein grelles Licht aus einem fernen Land
⸻
II. Resurrectio
der kalte Schleier weicht dem ewigen Schein
die letzte Schwärze lässt das Helle herein
kein Schatten vermag mehr das Licht zu brechen
kein Schweigen die Stimme des Lebens zu schwächen
der letzte Schleier zerfällt in der Nacht
und der Tod verliert seine letzte Macht
⸻
III. Nova Hierusalem
das ewige Licht ruht über dem stillen Land
kein Dunkel erhebt mehr seine Hand
die goldene Ferne wird endloser Raum
kein Erwachen mehr aus dem letzten Traum
verstummt ist der Ruf im himmlischen Land
denn Gott hält die Ewigkeit in seiner Hand