Zum "Takt" (Plessner) würde ich gerne – besser: zwingend – Herz-Qualitäten dazudenken, als lebens-not-wendige Erweiterung / Anbindung der "kalten" Kopfgedanken. Herzenstakt beinhaltet dann Interesse an den Problemen des anderen als Herzensangelegenheit. Gemeinschaft als freier Austausch auf der Grundlage menschlichen Vertrauens setzt einen gewissen Grad an Verwirklichung persönlicher Freiheit (= Verantwortlichkeit) voraus. Nun sind natürlich beide, Gemeinschaft UND persönliche Freiheit, wenn vielleicht auch nicht mehr im Keim-, so doch bestenfalls noch im Jugendstadium, in weiten Teilen der heutigen Gesellschaft. Es ist wohl unumgänglich, mit uns selbst in Bezug auf diese noch zu erfüllenden Aufgaben mindestens so geduldig wie beharrlich zu sein.
Du hast ganz recht. Wenn der Einzelne sich in der Gemeinschaft nicht gesehen fühlt, erlischt auch seine Kraft dahingehend, von Herzen etwas für diese zu tun. Entweder entzieht er sich ihr oder er tut die Dinge auf eine Weise, die niemandem gerecht wird und ihn selbst ausbrennen lässt.
Kontinuität im Vertrauensverhältnis als Basis für Freiheit, ein sich wechselseitiges Anerkennen und das Zugeständnis von Abgrenzung ohne Sanktionen von Liebesentzug, ich glaube ohne diese Elemente kann keine, wie Sie es nennen, "biografisch gewachsene Beziehung" auf gesunde, die Individualität fördernde Weise, gedeihen.
Ich wünsche Ihnen alles Liebe und Gute für das Neue Jahr.
Zum "Takt" (Plessner) würde ich gerne – besser: zwingend – Herz-Qualitäten dazudenken, als lebens-not-wendige Erweiterung / Anbindung der "kalten" Kopfgedanken. Herzenstakt beinhaltet dann Interesse an den Problemen des anderen als Herzensangelegenheit. Gemeinschaft als freier Austausch auf der Grundlage menschlichen Vertrauens setzt einen gewissen Grad an Verwirklichung persönlicher Freiheit (= Verantwortlichkeit) voraus. Nun sind natürlich beide, Gemeinschaft UND persönliche Freiheit, wenn vielleicht auch nicht mehr im Keim-, so doch bestenfalls noch im Jugendstadium, in weiten Teilen der heutigen Gesellschaft. Es ist wohl unumgänglich, mit uns selbst in Bezug auf diese noch zu erfüllenden Aufgaben mindestens so geduldig wie beharrlich zu sein.
Lieber Frank,
ich danke Dir für diesen wunderbaren Kommentar.
Du hast ganz recht. Wenn der Einzelne sich in der Gemeinschaft nicht gesehen fühlt, erlischt auch seine Kraft dahingehend, von Herzen etwas für diese zu tun. Entweder entzieht er sich ihr oder er tut die Dinge auf eine Weise, die niemandem gerecht wird und ihn selbst ausbrennen lässt.
Kontinuität im Vertrauensverhältnis als Basis für Freiheit, ein sich wechselseitiges Anerkennen und das Zugeständnis von Abgrenzung ohne Sanktionen von Liebesentzug, ich glaube ohne diese Elemente kann keine, wie Sie es nennen, "biografisch gewachsene Beziehung" auf gesunde, die Individualität fördernde Weise, gedeihen.
Ich wünsche Ihnen alles Liebe und Gute für das Neue Jahr.
Herzlich,
Lilly