«Bei allen Erörterungen über die Hölle müssen wir uns ständig vor Augen halten, dass sie wahrhaft möglich ist – nicht für unsere Feinde, nicht für unsere Freunde (beide trüben den klaren Blick der Vernunft), nein: für uns selbst.» ― C. S. Lewis
Verstörend, angsteinflößend, gewaltverherrlichend – so haben viele Stanley Kubricks A Clockwork Orange in Erinnerung behalten. Und vor lauter Schrecken über das Gezeigte die eigentliche Botschaft, die der Regisseur – der später kurz nach seinem Film Eyes Wide Shut sterben sollte – ihnen eigentlich hat vermitteln wollen, nicht mehr erkennen können: die Frage danach, was geschieht, wenn einem Menschen die Fähigkeit zum Bösen genommen wird.
Denn während Kubricks Protagonist Alexander einst Beethoven genauso liebte wie das Misshandeln und Missbrauchen von Menschen, wird er später der sogenannten «Ludovico-Technik» unterzogen, einer MK-Ultra-ähnlichen Konversionstherapie, von der sich die mit überfüllten Gefängnissen konfrontierte Regierung eine effizientere Resozialisierung von Kriminellen erhofft. In einer medizinischen Anstalt wird Alex dafür in eine Zwangsjacke geschnürt, an einen Kinosessel fixiert und mit gewaltsam offen gehaltenen Augen stundenlang brutalen Filmszenen ausgesetzt, während ihm ein zuvor verabreichtes Serum beim Anblick von Gewalt starke Übelkeit verursacht. Schrittweise soll er so darauf konditioniert werden, körperliche wie sexuelle Gewalt nicht mehr ertragen zu können. Doch am Ende bereiten ihm sowohl Gewalt als auch Beethovens 9. Sinfonie, die während einer der Konditionierungen als Hintergrundmusik lief, dieselben Schmerzen. Was man in ihm getötet hatte, war nicht das «Böse», sondern den Menschen.
ㅤ
ㅤ
Ja, was passiert, wenn du einem Menschen die Fähigkeit nimmst, sich aus eigener Erkenntnis gegen das Böse und für das Gute zu entscheiden? Du nimmst ihm seine Freiheit. Du nimmst ihm das, was seine Menschlichkeit überhaupt erst bedingt: die Möglichkeit, aus freiem Willen vollends Mensch zu werden.
Der konditionierte Mensch
Die hier in ihren ersten zwei Teilen von mir bereits ausführlich behandelte Vorlesungsreihe des irischen Literaturwissenschaftlers und Schriftstellers C. S. Lewis thematisiert im Kern genau diese Debatte: Was ist Moral wert, wenn sie nicht dem Menschen entspringt, sondern ihm beigebracht werden muss? Sprich: Wenn dieser dazu konditioniert wird, seine eigenen Empfindungen zugunsten «richtiger Neigungen» zu unterdrücken? Ja, wie «richtig» kann «das Richtige» sein, wenn der Mensch zu seiner Erkenntnis erst erzogen werden muss?
Ganz grundsätzlich gab es für Lewis zwei Formen von Wandel: den organischen und den chirurgischen. Also den impliziten von Innen und den induzierten von Außen. Um dies zu verdeutlichen, vergleicht er einen Philologen mit einem Dichter: Während der eine den Genius seiner Muttersprache als etwas Unverbindliches betrachte und sich somit nicht scheue «etwa aus kommerziellen Interessen oder um der wissenschaftlichen Akribie willen Änderungen großen Stils in Orthografie und Sprachgebrauch»1 vorzunehmen, verbinde den Dichter eine zu große Liebe mit diesem Genius, als dass er Änderungen an ihm entgegen seines Geistes vornehmen könne. Er wirke von Innen her – nicht gegen etwas.
Das, so Lewis, unterscheide den edlen Menschen vom bloß «vernünftigen». Während der edle Mensch die Vernunft erkenne, «wenn sie kommt», bleibe dem Pharisäer nichts anderes, als ihr zu folgen. Anders gesagt: Während der eine das Tao (mehr zum Tao im zweiten Teil) noch als etwas erkennt, das der Wirklichkeit selbst innewohnt, ist der andere bereits auf dessen Übersetzung durch Institutionen, Ideologien und Autoritäten angewiesen. Genau diese Abhängigkeit aber kritisiert Lewis. Denn sobald der Mensch den Bezug zu einer ihm objektiv vorausliegenden Ordnung verliere, bleibe am Ende nur noch Macht übrig: der Wille einiger Menschen, die festlegen, was «der Mensch» künftig sein soll.
Entsprechend fragt der Erfolgsautor 1943 zu Beginn seiner finalen Vorlesung Die Abschaffung des Menschen: «In welchem Sinn besitzt der Mensch zunehmend Macht über die Natur?» Nähert er sich ihr wirklich an – und damit auch dem ihr inhärenten Tao? Oder tritt er nicht vielmehr, indem er seine eigene Natur zum letzten Objekt technischer Beherrschung macht, jede ihm selbst noch verbliebene Freiheit ab? Und falls ja – an wen?
Die Macht Einzelner über die Vielen
Was Lewis in dieser Vorlesung beschreibt, ist letztlich die fortschreitende Akkumulation von Macht durch die schrittweise Entmündigung des Menschen – bis hin zur Vorstellung eines Weltstaates. Diesen versteht Lewis im Grunde als logische Konsequenz jener «Konditionierer» und «Neuerer», die den Menschen nicht mehr als Wesen mit eigener moralischer Erkenntnis begreifen, sondern als formbares Material. Denn was bleibt von einem Menschen übrig, dem fortlaufend abgesprochen wird, seinem eigenen Empfinden, seiner unmittelbaren Wahrnehmung oder seinem Gewissen trauen zu können – und der stattdessen ständig auf äußere Instanzen, vorgegebene Werte und gesellschaftliche Richtlinien verwiesen wird? Ein solcher Mensch verlernt nicht nur, sein Leben aus sich selbst heraus zu gestalten. Er verliert irgendwann überhaupt die Fähigkeit, sich ein eigenes Verhältnis zur Welt noch vorstellen zu können.
In diesem Sinne ist nicht die Lenkung selbst für Lewis das Problem, sondern der Mensch, der sich irgendwann nur noch lenken lässt. Dass er die Fähigkeit verliert, überhaupt noch zwischen eigenem Urteil und eingeprägter Vorstellung zu unterscheiden. So hält er sich weiterhin für «fortschrittlich», «individuell» oder «divers», ohne zu bemerken, dass bereits seine Vorstellung davon, was Fortschritt, Individualität oder Diversität überhaupt bedeuten sollen, ihm von außen eingeflößt wurde. Was wir dann die «Macht des Menschen über die Natur» nennen, ist für Lewis «in Wirklichkeit Macht in den Händen von Einzelnen, die andern gestatten oder nicht gestatten, davon zu profitieren». Oder, wie er eindrücklich schreibt:
«Die Eroberung der Natur durch den Menschen bedeutet, falls die Träume einiger wissenschaftlicher Planer sich verwirklichen lassen, die Herrschaft von ein paar hundert Menschen über Abermillionen von Menschen. Es gibt keine einseitige Machtsteigerung für die Menschheit im ganzen, und es kann keine geben. Jede von Menschen neu erlangte Macht ist gleichzeitig Macht über Menschen. Jeder Fortschritt macht ihn nicht nur stärker, sondern auch schwächer.»2
ㅤ
ㅤ
Das Ende der menschlichen Natur
Schlussendlich ist es genau diese Schwächung, die der Mensch bis heute nicht erkennt. Alles, was er sieht und wonach er strebt, ist die fortschreitende Eroberung seiner selbst: seines Körpers, seiner Psyche und der aus ihr so unkontrolliert hervorgehenden Emotionen. Dabei bedeutet die endgültige «Eroberung der Natur» für Lewis gerade nicht Befreiung, sondern die vollständige Kontrollierbarkeit des Menschen durch den Menschen. Besonders in ihrem «letzten Stadium», das auch bereits für Lewis «vielleicht nicht mehr fern» gewesen sei, münde diese Entwicklung in die totale Beherrschung der menschlichen Natur – dann nämlich, «wenn der Mensch mit Hilfe von Eugenik und vorgeburtlicher Konditionierung und dank einer Erziehung, die auf perfekt angewandter Psychologie beruht, absolute Kontrolle über sich selber erlangt hat»3.
Erst dann, so Lewis, wäre die Schlacht des Menschen gegen die Natur tatsächlich gewonnen. Doch wer nur wird sie dann, genaugenommen, gewonnen haben? Ja, was passiert, wenn «die wohltuende Hartnäckigkeit echter Mütter, echter Kinderfrauen und (vor allem) echter Kinder» gegen die «Menschengestalter des neuen Zeitalters» endgültig verloren haben sollte? Wenn niemand der menschlichen Gattung den gesunden Verstand mehr bewahrt und wir stattdessen eine «Rasse von Konditionierern haben, die tatsächlich die ganze Nachwelt nach ihrem Belieben formen können»4? Dann, ja dann, so Lewis, wäre die Abschaffung des Menschen endgültig vollzogen.
Der entscheidende Unterschied bestand für ihn folglich in der Art von Wissenstransfer zwischen Generationen. Anders als bei den «Neuerern», die Menschen nach einem selbstgewählten Muster formten, hätten ältere Systeme einen Menschen hervorgebracht, dessen Beweggründe von der Norm des Tao noch vorgezeichnet gewesen wären – eben weil seine Lehrenden diesem noch selbst unterworfen waren und sich von ihm auch nicht zu befreien begehrten. Was sie weitergaben, waren keine Dogmen. «Sie gaben», erklärt der Literaturwissenschaftler, «weiter, was sie erhalten hatten; sie weihten den jungen Neophyten in das Mysterium des Menschseins ein, das ihn und sie gleicherweise einwölbte». Anders die Konditionierer. Indem sie ein weiteres Stück Natur erobert hätten, hätten sie sich von all dem befreit. «Die letzten Triebfedern menschlichen Handelns» seien für sie «nichts Gegebenes mehr». «Sie wissen», schreibt er weiter, «wie man ein Gewissen ‹produziert›, und entscheiden, welche Art von ‹Gewissen› sie produzieren wollen.» Und ergänzt: «Sie selber stehen außerhalb, darüber.»
Kurzum: Was Lewis hier beschreibt, ist das Entstehen einer neuen Klasse von Menschen. Von «Über-Menschen». Leider jedoch nicht im Sinne Nietzsches, sondern als Degenierung des Menschen in seiner eigensten Menschlichkeit. Als eine als «Fortschritt» verkaufte Rückschrittlichkeit. Als Untergang des Abendlandes. Nicht als seine Renaissance.
Vertreter falscher Vorzeichen
Warum sich genau diese Menschen dennoch als «Retter» der Menschheit begreifen? Das liegt für Lewis daran, dass selbst in ihnen noch Überreste des alten Tao fortwirken. Auch die «Konditionierer» sehen sich zunächst nicht als Zerstörer, sondern als «Diener und Hüter der Menschheit». Sie glauben weiterhin, es sei ihre «Pflicht», dem Menschen etwas «Gutes» tun zu müssen. Nur haben sie den inneren Bezug zu diesem «Guten» längst verloren. Statt Moral noch als etwas zu begreifen, dem auch sie selbst unterstehen, lässt ihr «verworrenes Denken» sie Pflicht, Gewissen und Werte zunehmend bloß als Ergebnisse biologischer, psychologischer oder gesellschaftlicher Prozesse betrachten. Waren sie diesen einst noch selbst unterworfen, besteht ihr Sieg nun darin, sich über ihren Zustand erhoben zu haben, so dass sie diese fortan selbst als Werkzeuge benutzen können.5
In diesem Zustand jedoch, so glaubte Lewis, wären diese Menschen nicht einmal mehr «schlechte Menschen». Viel eher seien «sie überhaupt keine Menschen mehr». Denn indem sie sich anmaßen zu bestimmen, was «Menschlichkeit» künftig bedeuten solle, hätten sie ihren eigenen Anteil an eben dieser traditionellen Menschlichkeit bereits geopfert. «Gut» und «schlecht» verlören auf sie angewandt jeden festen Inhalt, weil fortan sie selbst darüber entscheiden wollen, was diese Begriffe noch bedeuten dürfen.
Für Lewis die eigentliche Katastrophe: In dem Moment, in dem der Mensch das Tao verlässt, tritt er ins absolute Nichts – er verliert nicht bloß eine moralische Orientierung, sondern den Boden seines eigenen Menschseins. Was zurückbliebe, seien keine freien Menschen mehr, sondern Kunstprodukte – Wesen, die zwar noch menschlich erscheinen, deren Inneres jedoch bereits vollständig formbar geworden ist. Weshalb sich die endgültige Eroberung der menschlichen Natur zugleich als die Abschaffung des Menschen selbst erweist. Und auch Lewis zu der Vorstellung neigte, dass die Konditionierer die von ihnen Konditionierten am Ende verachten oder sogar hassen würden. Er schreibt: «Auch wenn sie das künstliche Gewissen, das sie in uns, ihren Untertanen erzeugt haben, als Illusion betrachten, werden sie doch feststellen, dass es in uns die Illusion eines Lebenssinnes schafft, der sich von der Sinnlosigkeit ihres eigenen Lebens vorteilhaft abhebt.»6
Andersherum: Wer weder dem Tao gehorchen noch Selbstmord begehen wolle, dem bleibe am Ende nichts anderes übrig, als seinen bloßen Impulsen – sprich, der «Natur» – zu folgen. In dem Moment allerdings, in dem der Mensch glaubt, endgültig über die Natur gesiegt zu haben, unterwirft er sich ihr vollständiger denn je. Dann schließlich herrscht nicht Vernunft über den Menschen, sondern das Irrationale in einigen wenigen Menschen über alle übrigen. Die Natur – nun nicht mehr begrenzt durch Werte, Moral oder ein höheres Maß – beherrscht die Konditionierer und durch sie schließlich die gesamte Menschheit. Weshalb sich der «Sieg» des Menschen über die Natur, wie Lewis schreibt, «im Augenblick seines scheinbaren Gelingens als Sieg der Natur über den Menschen»x erweist.
«Ferum victorem cepit; und wenn die Eugenik sich wirksam genug erweist, wird es keinen zweiten Aufruhr mehr geben, sondern alles wird wohlig vor dem Konditionierer kuschen und die Konditionierer vor der Natur, bis der Mond vom Himmel fällt oder die Sonne erkaltet.»7
Der alte Pakt mit dem Magier
«Gib mir deine Seele, und du wirst dafür Macht erhalten.» Mit diesem Bild beschreibt Lewis letzten Endes den eigentlichen Kern dieses modernen Machtversprechens. Der Mensch glaubt, durch die Aufgabe seines inneren Maßstabes freier, stärker und souveräner zu werden – und bemerkt dabei nicht, dass er sich gerade dadurch jener Macht unterwirft, von der er sich doch eigentlich Befreiung erhofft. Für Lewis gleicht dies jenem – an Fausts Pakt erinnernden – alten magischen Handel: Der Mensch opfert seine Seele im Glauben, Kontrolle zu gewinnen, und verliert dabei gerade das, was ihn überhaupt erst zu einem freien Wesen gemacht hat – oder hätte machen können.
Ein im Grunde zutiefst moderner – wenn nicht sozialistischer – Gedanke: den Menschen nicht mehr als Wesen mit einer eigenen Natur zu begreifen, sondern als Rohstoff. Als Arnold Gehlens «Mängelwesen», das sich selbst bereitwillig «als Rohmaterial für beliebige wissenschaftliche Manipulationen zur Verfügung» stellt. Oder: das gerade dadurch, dass es sich selbst nur noch als unfertiges Material betrachtet, es am Ende auch zu nichts anderem mehr bringt.
Und doch liegt der eigentliche Appell von Lewis – ebenso wie jener von Kubricks A Clockwork Orange – letztlich bei uns selbst: Wie viel Kontrolle über den Menschen wollen wir zulassen? Wie viel Manipulation, Konditionierung und staatliche Instrumentalisierung darf im Namen von «Fortschritt», «Sicherheit» oder «Freiheit» ausgeübt werden, wenn sie die Einschränkung der individuellen Entscheidungsfreiheit zum Ziel hat?
Wie König Lear, schreibt Lewis, versucht der moderne Mensch sein menschliches Vorrecht abzulegen und es zugleich zu behalten. Er wolle sich von allen objektiven Maßstäben lösen – und dennoch weiterhin von Würde, Vernunft und Menschenrechten sprechen. Das jedoch, so Lewis, ist unmöglich: Entweder ist der Mensch vernunftbegabter Geist und damit dem Tao verpflichtet – einem moralischen Gesetz, das auch über Herrschern und Institutionen steht. Oder er wird zu bloßer Natur: «dazu da, in neue Formen geknetet und gehauen zu werden, je nach den Belieben von Herren, die voraussetzungsgemäß kein anderes Motiv haben können als ihre eigenen ‹natürlichen› Impulse».
Dabei liefert allein das Tao, wie Lewis immer wieder betont, ein allgemein-menschliches Gesetz des Handelns, das sowohl Herrscher wie Beherrschte überwölbt. Hätten wir uns jedoch erst einmal dazu entschlossen, das traditionelle Wertsystem als «abgetakelt» zu verwerfen und die Menschheit in eine «neue Form» umprägen zu wollen, entstünde daraus die Vorstellung, Ideologien nach Belieben erfinden, verändern und wieder überwinden zu können. Also genau der geistige Nährboden moderner Entmenschlichung. Denn dieselbe Logik, die einst erlaubte, «schlechte» Menschen zu vernichten, könnte sich nun im Namen gesellschaftlicher Optimierung gegen alles richten, was plötzlich als «unsoziales» Element oder gar als «Umsatzhemmer» erscheint – bis hin zur «normalen Intelligenz» selbst.8
Wege der Welteinsicht
Während für die «Weisen der Vergangenheit» das Hauptproblem also darin bestanden hatte, die Seele durch «Einsicht, Selbstbeherrschung und Tugend» mit der Wirklichkeit in Einklang zu bringen, heißt das Problem für Magie wie moderne Wissenschaft, die Wirklichkeit den Wünschen der Menschen durch Technik gefügig zu machen. Hier wird verdrängt, anstatt zu sehen. Weshalb das Ziel modernen «Fortschritts» auch nicht darin besteht, den Menschen als solchen in höhere Phären aufsteigen zu lassen, sondern die Macht des Menschen so lange zu steigern, «bis alles Denkbare realisiert ist». Der Plan ist Kontrolle, nicht Erkenntnis.
Was schade ist. Denn würde der Mensch sich mit der Natur verbinden – sich wieder als Teil der Natur begreifen, statt als ihr Herrscher, wäre sie ihm nicht weniger zugänglich – nur auf eine Weise, die ihn nicht zugleich von sich selbst entfremden lässt. Schade, dass Reue der einzige Preis sein wird, den die Menschheit für ihre ausbleibende Rückbesinnung wird ernten dürfen. Und schade schade, wird der Mensch erst dann anfangen, die Welt und ihre Prinzipien durchschauen zu wollen, wenn sie selbst längst unsichtbar geworden ist.
Oder wie Lewis zuletzt so richtig und klar schreibt:
«Vielleicht fordere ich Unmögliches. Vielleicht muss naturgemäß analytisches Verständnis immer ein Basilisk sein, der tötet, was er ansieht, und der nur sieht, wenn er tötet. Wenn aber die Naturwissenschaftler selber diesen Prozess nicht aufhalten können, bevor er den gesunden Menschenverstand erreicht und auch diesen tötet, dann muss jemand anderer ihn zum Stehen bringen.»9
Wer nur, frage ich mich, wird das sein – wenn nicht wir selbst?
Gott? Oder vielleicht doch eine seiner Sintfluten?
Nach den ersten Terminen für Lesungen zu meinem Buch Sein statt Haben stehen nun bereits vier weitere:
Samstag, den 20. Juni. Nachmittags bis abends in 31675 Bückeburg OT Cammer (Zwischen Hannover und Bielefeld). Circa 30 Plätze.
Dienstag, den 23. Juni in Nienburg/Weser. Hotel Am Posthof. Einlass ab 18:30. Beginn der Lesung. 19:30 - 22:00 Uhr. Die Plätze sind auf 35 begrenzt.
Freitag, den 26. Juni in Bammental, Nähe Heidelberg. Einlass 18:30 Uhr, Beginn der Lesung 19 Uhr. Ort: Praxis an der Elsenz in der Hauptstraße 41/1.
Samstag, den 27. Juni in 76185 Karlsruhe-Mühlburg Hardtstrasse 37 a Bau 4 Rückseite Kulturzentrum Tempel. Beginn 18 Uhr.
Ganz grundsätzlich plane ich derzeit mehrere Lesungen in der zweiten Junihälfte. Verfügst auch Du über einen kleinen Saal oder ein größeres Wohnzimmer (oder auch einen schönen Garten), in dem 20 bis 50 Personen bequem Platz finden? Dann schreib mir doch gerne an lillygebert@posteo.de – und vielleicht können wir uns schon ganz bald auf einen gemeinsamen Abend (oder Nachmittag) freuen.
Kontoinhaberin: Lilly Marie Gebert
IBAN Deutschland: DE13120300001056704222
IBAN Schweiz: CH97 0839 2000 1604 6030 1
Verwendungszweck: Spende Substack (Beispiel)
Vielen Dank. Für alles weitere schreib mir gerne an lillygebert@posteo.de, abonniere meinen Telegram Kanal, oder verfass einen Kommentar.
Lewis, C. S. (2020): Die Abschaffung des Menschen. Johannes Verlag. 9. Auflage, Seite 50.
Ebenda, Seite 61.
Ebenda, Seite 62.
Ebenda, Seite 63.
Ebenda, Seite 65.
Ebenda, Seite 69.
Ebenda, Seite 70.
Ebenda, Seite 76.
Ebenda, Seite 80f.














